Die Königin war da – letzter Besuch vor dem Armageddon

Der KATER berichtet

Späte Rosen im Garten lassen den Winter noch warten.

Volksmund

Erdhummel, Königin, Bombus Terrestris

Der Herbst zaubert ein goldenes Licht in den Innenhof. Man sitzt am Gartentisch, bespricht den Tagesablauf, der Milchkaffee-Spiegel zittert leicht. Schwer hängen die letzten Rosenblüten über den Kaffeetisch.

Etwas Dickes kurvt über die Köpfe und taucht ein in die dicken rosa Blüten. Sehr dick, rund, pelzig, stattliche zweieinhalb Zentimeter lang, am Hintern silbern.

Die Königin. Bombus Terrestris.

Merlin setzt an sie zu jagen, die Schnurren im Halbkreis nach vorne gebogen.

Wir scheuchen ihn weg, damit sie weiter ernten und fressen kann.

Denn vielleicht ist es die Letzte ihrer Art: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/insektensterben-fluginsekten-gesamtmasse-rueckgang-studie

Die letzte Blüte, die sie nimmt, ist viel zu zart, beugt sich der Schwerkraft und macht einen Satz nach unten – samt Königin.

 

 

Kralle zeigen …

Komm an mein Herz, mein schönes Katzentier; Zieh ein der Tatze Krallen, Gönn einen Blick in deine Augen mir, Achatgesprenkelt und metallen.
Charles Baudelaire

 

… kann sich heute nur noch die Katz’ erlauben.

Merlin: Schau, wie ich schau!

Kater Merlin Kralle

Kater Merlin bei der Arbeit (Mail an komische Kunden)

Die süßen, traurigen Schmuse-Jungs Tommie & Timmie suchen ein neues, liebevolles Zuhause!

Hier alle beiden:

Wir suchen ein liebes Zuhause

Die beiden Katzenbrüder Tommie und Timmie (hinten) sind wieder traurig und warten endlich auf ein liebes Zuhause

Leidvolles Pech für sie:
Die beiden Schmuser hatten ebenso rasch wie ihre anderen 4 Brüder ein Zuhause gefunden, leider bekam das Söhnchen der Familie eine Allergie.

Eine traurige Sache. Sie brauchen dringend erneut ein gutes Heim! Sie sollen zusammenbleiben, auf gar keinen Fall getrennt werden und werden ausschließlich zusammen vermittelt!

Nur für den Interessenten selbst bei Nachweis eines guten Zuhauses. Aber bitte nicht jemandem Unwissenden als Überraschung, als Weihnachtsgeschenk schenken. DONT, machen wir nicht. Das ist eine ganz schlechte Idee, die beiden Katerchen verkraften es nicht mehr, noch einmal herumgeschoben zu werden.

Sie sind übrigens im echten Leben gut zu unterscheiden: Tommie (vorne) ist etwas rundlicher als Timmie.

Lieber Leser, verbreitet dieses Blogpost, auch gern auf Facebook, lest es, meldet euch bei uns:
An Wolf mailen: wolf@gute-worte.de

Oder sich bei Vroni melden: join@vroni-graebel.de
Beides geht.

Hier Tommie nochmal in groß, wie Timmie ein 5 1/2 Monate junger Schmusekater:

trauriger, süßer Kater Tommie

Tommie weint oft und ruft klagend, weil er sein frisch gebackenes Zuhause wieder verloren hat.

Gottseidank hat des Söhnchens Maman diese beiden schwarzen schmusigen Jungs nicht ins Tierheim abgeschoben, wo es ihre kleine Katzenseele endgültig gebrochen hätte, sondern sie vorübergehend wieder bei Frau F. untergebracht. Sie liebt Katzen über alles, hat aber leider schon so viele, dass es zu viel wird.

Die wahre Geschichte von Tommie & Timmie:

Sie wurden ihr, der Frau F., zusammen mit 4 weiteren Brüdern als 1 Woche alte Babies in einer Bananenkiste anonym vor die Haustür gestellt.

6 Brüder auf einen Streich

Die 6 Katzenbrüder, all levels of cuteness exceeeded

Ich berichtete hier bereits darüber (6 Katzenbuben an der B14 ausgesetzt, die 6 BANANA-BROTHERS)

Zwei davon, Merlin & Murr, sind vor kurzem bei Vroni und Wolf untergekommen. Diese beiden süßen Jungs hier auf dem Bild sind ihre echten Brüder. Nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten (große dunkle orange-braune Bernstein-Augen) sondern ähnliche Charaktere, wie mir berichtet wurde: schmusig, köpfelnd, clever, unkomplizierte Esser. Und sehr stubenrein, sauber, verträglich, da gibt es gar nichts.

 

Bite meldet euch, unsere E-Mail-Adressen sind oben angegeben. Wir melden uns auch rasch bei euch zurück, rumpennen können wir wenn wir tot sind. ;-)

Unschlagbare Neue Gespenster eingetroffen … (Eine Art Nachlese vom Oktoberfest in München – ein freundliches Anti-Wiesn-Bashing)

DEM KATER SÎN BLOG: Hier spricht der Kater.

Die Künstler sind wie Sonntagskinder; nur sie sehen Gespenster. Wenn sie aber ihre Erscheinung erzählt haben, so sieht sie jedermann.

 

Ich möchte fast glauben, Herr Pastor, wir alle sind Gespenster. Nicht bloß das geht in uns um, was wir von Vater und Mutter geerbt haben. Es sind allerhand alte, abgestorbne Ansichten und allerlei alter, abgestorbner Glaube und dergleichen. Es lebt nicht in uns, aber dennoch sitzt es fest in uns, und wir können’s nicht loswerden.

 

Neeiiiin, nicht Halloween. Das Oktoberfest! Sehet die unschlagbaren Gespenster.
Die Gespenster des Oktoberfests
Die unteren Gespenster abgedeckt. (Mer waas nie, wer sich alles erkennt am letzten Oktoberfesttag – und dann hat der Kater des Gschieß mit den Rechten … ^^. (… am Bild…)

Und lesbarer in Groß, mit allerbester Rächtschraipung:

Neue Gespenster eingetroffen! In Groß.
Auch diese auf den Augen schröcklich abgedeckt, mer waas ja nie …

Das war das Lustigste am Oktoberfest. Auf dem der Kater höchstselbst am letzten Tage flanieren tat.

 

Auch sehr lustig:
Der einzig wahre Maiskolben. Huldigt ihm!
Huldigt dem Maiskolben! (Blick vom Augustiner-Biergarten aus, aber hey!)

Er, der Maiskolben, ist zwar nicht sonderlich bairisch, aber des is wurscht, net woar. Er ist internationales Barbequju. Des is wichtig. Im Angesicht des majestätischen Maiskolbens im Biergarten des Augustiner-Wahrzeichens, des Turms, nahm der Kater trotz der Widrigkeiten (voll und kaum ein Plätzchen zu finden) traditionell eine Maß Augustiner und ein Hendl zu sich.

Gruß also von der internationalen Wiesn vom internäschonäl Kater. Habe Gerhart Polt gesehen. Wie er von der Alternativ-Wiesn kumma is. Mitsamt seiner Entourage. Ansonsten nix Wichtiges. Die Leut im Biergarten waren wunderbar, lieb, angenehm und gaaanz normal. Null Schickimicki, keine Besoffenen, keine Randalierer, kein IS. Habe es genossen, so soll Wiesn sein.

 

Gruß
Der Kater, das Sonntagskind
Der geliebte Kater Mor. Wie er die Welt sieht.
In sich ruhend und geliebt von den Seinigen.

Falscher Ehrgeiz am Berg

DEM KATER SÎN BLOG: Hier spricht der kluge Kater.

„Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und Scheiß Götter! zu rufen.“
Terry Pratchett

Um sie zu pflücken, sind die Wahnsinnigen früher reihenweise vom Berg gefallen.
Das Edelweiß, wegen dem man nicht am Berg abstürzen muss
Leontopodium nivale subsp. alpinum (Fotografie: Veronika Gräbel, CC)
Darf nicht mehr gepflückt werden, strenger Naturschutz. (Doppelt auf das Bild klicken, es eröffnet sich ein unglaublicher Kosmos aus Pelz, Härchen und hnhn phallusartigen Stempeln.)

Heute kann der kluge & faule Kater das Alpen-Edelweiß in aller Ruhe im Tastgarten für Blinde in Hüfthöhe bequem anschauen.

Der Rosengarten München, wo sie wächst, ist fast mitten in der Stadt an der Isar und immer einen kleinen Besuch wert. Obwohl sie heuer den Hummelkasten entfernt haben. Mist, konnte beinahe stundenlang den Steinhummeln beim pummeligen Hinein- und Hinausschlüpfen durch diese winzige Plexiglas-Steinhummel-Katzenklappe zusehen.

Gruß
Der Kater

Link, schöner Beitrag:
Wie das Edelweiß berühmt wurde
Der Bub: “Das Edelweiß wächst dort ganz oben, wo’s am g’fährlichsten ist. Da oben, wo die Geier wohnen.”