Der Geschenktipp des Jahres (doch, echt jetzt)

Der Advent liegt heuer skurril. Zum praktischen Gebrauch stehen nur drei Adventssonntage zur Verfügung, der vierte ist schon Heiligabend, worüber sich der Einzelhandel nicht genug zerfleischen kann, als ob es heute noch Angestelltenverhältnisse gäbe, in denen man nur das bisschen arbeiten muss, das in den Arbeitsverträgen aus dem Abreißblock vom Kaufhof steht.

Silvester ist quasi fünfter Advent. Und wo wir gerade beim Einzelhandel sind: Liebe Kinder, es werden mir keine Gegenstände gekauft, die als Silvesterirgendwas ausgewiesen sind: keine Knallfrösche, Raketen, Böller und das ganze Zeug, das man sinnvollerweise gleich kaputt herstellen müsste, damit’s nicht so kracht und stinkt. Zum Vergleich: Ich kaufe nicht mal gern Abfallsäcke, weil die für nichts anderes als zum Wegschmeißen gedacht sind.

Bevor ihr euer Geld dafür ausgebt, dass jemand zusammenzuckt und “Arschloch” grummelt, den ihr entweder nicht kennt oder nicht leiden könnt (in den meisten Fällen beides), schenkt es lieber uns. Da zucken wir auch zusammen, aber wir grummeln nicht “Arschloch”.

Was uns in zyklischer Dramaturgie wieder zu Weihnachten trägt: Bitte nichts, was jemand “basteln” musste. Danke.

Soundtrack: Paul Young: Love of the Common People, aus: No Parlez, 1983. Das hab ich ja von Anfang an gemocht, vor allem den renitenten Mädchenchor. Musik ab Minute 1:20:

Wolf sucht Rolf

Kein Wort stimmt doch mit dem überein, was tatsächlich passiert.

R. D. B.

Brigitte Friedrich, Rolf Dieter Brinkmann und die Beine seiner Frau Maleen, ca. 1969Es ergeht eine antiquarische Suchanfrage: Hat jemand Bücher vom heillos vernachlässigten Rolf Dieter Brinkmann sinnlos herumgilben und will sie loswerden? Geliehen geht auch. Gesucht werden in der Reihenfolge nach Wichtigkeit:

Ja, ich weiß, die sind alle spätestens antiquarisch erhältlich, wenn ich sie schon auf Amazon.de verlinken kann. Wir reden hier aber über abgewanzte, annähernd zwei Generationen alte rororo für irgendwas um 19 Euro, das kann ja wohl nicht wahr sein. Die Stadtbibliothek hat münchenweit je genau 1 Exemplar von Westwärts 1 & 2 und Rom, Blicke, beide im Gasteig, und die sind chronisch ausgeliehen, weil auf dem einen ein Baum drauf und das andere so schön rosa ist.

Ich zahl einen Fünfer pro Stück, oder wenn Sie mir’s leihen mögen, geb ich’s garantiert schöner zurück, als ich’s gekriegt hab. Sind die fünf Euro okay, plus Porto natürlich, oder ist das zu mickymaus oder wollen wir was tauschen? — Die Kommentarfunktion ist offen.

Die Beine von Maleen: Brigitte Friedrich: Rolf Dieter Brinkmann und die Beine seiner künftigen Witwe Maleen, ca. 1969.

Küchenregeln

3. Wenn ich schon kochen muss, dann was zu essen. Wenn einer ein “Rezept” kochen muss, bitte nicht in meiner Küche.

2. Zum Kochen braucht man: 1 Messer (scharf), 1 Löffel (groß) und 1 Gabel, ferner 1 Schüssel (groß), 1 Topf (groß genug) und noch einen Topf für die Nudeln. Für jedes zusätzliche Trumm ist ein Antrag zu stellen, bitte mit guter Begründung — oder eine Spülmaschine anzuschaffen, die unter obgenannten Regeln kein Mensch gebraucht hätte. Wer sich ein Brot schmiert, muss deswegen nicht den Besteckkasten alle machen.

1. Wer im Ernst das Wort “lecker” benutzt, hat noch 1 Chance und darf, während er draußen eine raucht, ein Wort überlegen, das eine Aussage über Essen trifft. Wahlweise kann er gern in andächtigem Schweigen die Gaben Gottes verzehren. Wer danach immer noch auf nichts anderes als “total lecker” kommt, fliegt.

Die süßen, traurigen Schmuse-Jungs Tommie & Timmie suchen ein neues, liebevolles Zuhause!

Hier alle beiden:

Wir suchen ein liebes Zuhause

Die beiden Katzenbrüder Tommie und Timmie (hinten) sind wieder traurig und warten endlich auf ein liebes Zuhause

Leidvolles Pech für sie:
Die beiden Schmuser hatten ebenso rasch wie ihre anderen 4 Brüder ein Zuhause gefunden, leider bekam das Söhnchen der Familie eine Allergie.

Eine traurige Sache. Sie brauchen dringend erneut ein gutes Heim! Sie sollen zusammenbleiben, auf gar keinen Fall getrennt werden und werden ausschließlich zusammen vermittelt!

Nur für den Interessenten selbst bei Nachweis eines guten Zuhauses. Aber bitte nicht jemandem Unwissenden als Überraschung, als Weihnachtsgeschenk schenken. DONT, machen wir nicht. Das ist eine ganz schlechte Idee, die beiden Katerchen verkraften es nicht mehr, noch einmal herumgeschoben zu werden.

Sie sind übrigens im echten Leben gut zu unterscheiden: Tommie (vorne) ist etwas rundlicher als Timmie.

Lieber Leser, verbreitet dieses Blogpost, auch gern auf Facebook, lest es, meldet euch bei uns:
An Wolf mailen: wolf@gute-worte.de

Oder sich bei Vroni melden: join@vroni-graebel.de
Beides geht.

Hier Tommie nochmal in groß, wie Timmie ein 5 1/2 Monate junger Schmusekater:

trauriger, süßer Kater Tommie

Tommie weint oft und ruft klagend, weil er sein frisch gebackenes Zuhause wieder verloren hat.

Gottseidank hat des Söhnchens Maman diese beiden schwarzen schmusigen Jungs nicht ins Tierheim abgeschoben, wo es ihre kleine Katzenseele endgültig gebrochen hätte, sondern sie vorübergehend wieder bei Frau F. untergebracht. Sie liebt Katzen über alles, hat aber leider schon so viele, dass es zu viel wird.

Die wahre Geschichte von Tommie & Timmie:

Sie wurden ihr, der Frau F., zusammen mit 4 weiteren Brüdern als 1 Woche alte Babies in einer Bananenkiste anonym vor die Haustür gestellt.

6 Brüder auf einen Streich

Die 6 Katzenbrüder, all levels of cuteness exceeeded

Ich berichtete hier bereits darüber (6 Katzenbuben an der B14 ausgesetzt, die 6 BANANA-BROTHERS)

Zwei davon, Merlin & Murr, sind vor kurzem bei Vroni und Wolf untergekommen. Diese beiden süßen Jungs hier auf dem Bild sind ihre echten Brüder. Nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten (große dunkle orange-braune Bernstein-Augen) sondern ähnliche Charaktere, wie mir berichtet wurde: schmusig, köpfelnd, clever, unkomplizierte Esser. Und sehr stubenrein, sauber, verträglich, da gibt es gar nichts.

 

Bite meldet euch, unsere E-Mail-Adressen sind oben angegeben. Wir melden uns auch rasch bei euch zurück, rumpennen können wir wenn wir tot sind. ;-)

Rumschnurren

„die scheinasylanten können doch nur kinder machen und rumschnurren. (Pegida- und Fratzenbuchdeppen)

 

DEM KATER SÎN BLOG: Hier spricht der Kater. 17 und forever young:

Moritz am Ende ihrer Tage

My sun sets to rise again. (Moritz,17, † 17. Mai 2015)

Wann’st euch net endlich schleicht’s, ihr Bratz’n, ihr Nichtintegrierten, ihr Sprachverhunzer, ihr strukturellen Analphabeten, ihr Hohlraumbenutzer, ihr Brettergymnasiasten, wenn ihr so lang wär’t wie ihr dumm seid, dann könntet ihr den Mond mit Sidolin putzen. Rumschnurren, das tun nur wir!!einself!!!!!!!

 

 

 

Es ist, ist es nicht.

 

 

 

Händeringend

Na bravo. Solche Anzeigen gibt’s tatsächlich noch (“Keine jahrhundertealte Vergangenheit, sondern innovative Ideen”). Und dann muss man aus biologischen Gründen hingucken und dann heißt’s wieder, Männer sind schwanzgesteuert.

Stellenanzeige Maelu

Ich kann’s nicht mehr hören. Bitte bewerb sich doch endlich jemand, damit das aus dem Verkehr kommt. Theatinerstraße, der Inbegriff von zentral; von außen sieht der Laden sogar ganz begehbar aus:

Wir suchen:

Mitarbeiter für Service/Verkauf (m/w)
Vollzeit oder teilzeit

Café MAELU
Theatinerstraße 32
80333 München

oder

MAELU GbR
-Personalabteilung-

Kleinhaderner Straße 2
D-80689 München

Fachliteratur: Shocking Sexism Vintage Ads. Nein, weder das Bild noch der Link ist Satire. Das meinen die so.

Does anybody remember laughter?

Virale Videos gibt’s also immer noch: The Online Engineer wollen nicht, dass ihr Video geguckt wird, einfach so, weil they were concerned about what the video showed, aber alle gucken. Wir werden es weder einbetten noch Ihnen empfehlen, es auf Ihre Festplatte zu rippen — nur, es so lange zu gucken, wie es noch da ist, und zwar auf Vollbild. Es dauert knapp 8 Minuten, einschließlich hinterher den Angstschweiß von den Händen waschen 10.

Den Sand in den Kopf stecken

In diesen ruhelosen Tagen werden unsere Kollegen aller Branchen “was zur WM machen” müssen. Das muss the missing link glücklicherweise nicht. Bis zum 11. Juli 2010, an dem dieser betrübliche Auswuchs der afrikanischen Entwicklungshilfe enden wird, verhalten Sie sich uns und allen gefühlsbegabten Menschen gegenüber nach folgenden sehr wenigen, sehr einfachen Regeln:

  1. Meiden Sie Zusammenrottungen vor übergroßen Monitoren. Man erkennt sie von weitem am typischen Ausruf “Schlant!” und am Klang des Rauschens wie von Meeresbrandungen oder Autobahnen, gerne auch von traditionell afrikanischen Musikinstrumenten, die ähnlich heißen wie ein zurückgezogen lebender deutscher Fußballspieler. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet in eine solche Zusammenrottung geraten, vergegenwärtigen Sie sich, dass man traditionell afrikanische Musikinstrumente und zurückgezogen lebende deutsche Fußballspieler respektieren sollte. Ebenfalls mit Respekt, nicht etwa Mitleid, sollte man zum eigenen Schutz Menschen mit Verhaltensstörungen begegnen. Deren Selbsthilfegruppen lösen sich am 11. Juli von selbst auf und mit ihnen das Problem, das sie bewältigen.
  2. Vermeiden Sie auch den Erwerb von Merchandising, der im Zusammenhang mit dem Fußball der Herren steht. Sehr wahrscheinlich unterstützen Sie damit niemanden, der Sie nicht dafür verhöhnen würde, allen voran eine undurchschaubare Hierarchie bizarr überbezahlter Hauptschulabbrecher. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet solches Merchandising erwerben, etwa weil Entwicklungshilfe schließlich Entwicklungshilfe ist, oder weil Sie glauben, dass der Krempel in fünfzig Jahren was wert wird, verschließen Sie es gut an einem Ort, zu dem niemand außer Ihnen Einsicht gewinnt.
  3. Vor allem aber vermeiden Sie die Sätze “Der Ball ist rund”, “Der nächste Gegner ist immer der schwerste”, “Das Spiel dauert neunzig Minuten” und “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel” sowie die Synekdoche “das runde Leder” als Umschreibung für einen Fußball. 1954, das war gerade einmal neun Jahre nach dem bisher verheerendsten Krieg, als man froh sein musste, wenn die Leute nicht noch schlimmere Sachen sagten. Rechnen Sie zum Vergleich nach, wo Sie heute vor neun Jahren standen, und bewahren Sie ein Mindestmaß an Würde in Ihren Äußerungen. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet solche Sätze aufsagen müssen, etwa weil Sie sonst von Menschen, die sich unter Drogeneinfluss die Wangen mit Landesflaggen bemalt haben, spontan auf die Lichter kriegen, hören Sie hinterher zuhause ein Viertelstündchen Deutschlandfunk. Das bereichert und reinigt den Geist.

Sollten ungnädige Umstände Sie dennoch in den nächsten Wochen zwingen, ein Fernsehgerät zu verwenden: Nutzen Sie die DJ-Helme, die Sie sonst in Ihren iPod stöpseln! Die passen nämlich auch in die Kopfhöreranschlüsse an Breitwandfernsehern. Danke.

Nächste Woche: Korrektes Verhalten, wenn die Sendung mit der Maus wegen Fußball ausfällt, in behördlich unterstützten Verkehrsstörungen (“Autokorso”) und im Kontakt mit Betroffenen und Angehörigen.

Ich habe schon unterschrieben. Und Sie?

Es geht um den 37-jährigen Journalisten und Dichter Shi Tao.

Shi_tao_titel

Foto,
© : amnesty international

Alles, was Sie tun müssen: Ihre gültige E-Mail von dort abschicken (In die Petitionsliste für ihn von ai eintragen, siehe linke Spalte ebendort und blauer Kasten.)
http://www.amnesty-einsatz.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=20&Itemid=40

Auszug:

Zahlreiche Menschen sind in China wegen der friedlichen Ausübung
ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert. Viele davon sind
„Cyber-Dissidenten“ wie der 37-jährige Journalist und Dichter Shi Tao.

Shi Tao hatte über sein Yahoo-Konto eine E-Mail an eine amerikanische
Nichtregierungsorganisation (NGO) geschrieben. Darin schrieb er, dass
die chinesische Regierung Journalisten davor gewarnt hatte, im Vorfeld
des 15. Jahrestages über das Massaker auf dem Tiananmen-Platz zu
berichten. Diese E-Mail wurde anonym veröffentlicht.

 

Durch
die Zusammenarbeit mit Yahoo konnte die chinesische Regierung den
Absender dieser E-Mail ermitteln. Daraufhin verurteilte ein Gericht Shi
Tao im April 2005 zu zehn Jahren Haft. Die Urteilsbegründung: Er soll
dem Ausland „Staatsgeheimnisse“ verraten haben.

Tatsächlich
hatte Shi Tao die betreffende Informationen bei einer Redaktionssitzung
der Zeitung, für die er arbeitete, erhalten. Wie er beteuerte, handelte
es sich nicht um Staatsgeheimnisse.

Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie Einsatz für Shi Tao.

(Text von mir gefettet)

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Es ist so einfach, mit seiner E-Mail mal was Nützliches anzustellen.
Denken Sie nach!!!