In allen Wortverbindungen, Schreibweisen, Kombinationen und mit allen Zusätzen, für alle Medien, insbesondere elektronische Online-Dienste und digitale Verbreitungswege aller Art einschließlich CD-ROM, CD-I, DVD und Printmedien

Den an- und ausstehenden Jahresrückblick kann gern nächste Woche Vroni schreiben; ich bin ja froh, wenn ich die restlichen drei Wochen noch irgendwie lebend rumbring. Bei mir ist das allerdings unabhängig von der Jahreszeit.

So many books to write and so little time, wie Sokrates sagte. the missing link, Ihre Lieblingsagentur für vorläufig unerfüllte Wünsche, beantragt unter Hinweis auf §§ 5, 15 MarkenG Titelschutz für:

  • Die 10 Gebote der Anarchie
  • Das A-Z der ungebundenen Soßen
  • Abstiegskandidat Kaiserslautern
  • The Beauty of the Beast
  • Die Beschwerden über mein Verhalten häufen sich
  • Feierabend-Jazz für Führungskräfte
  • Die Frau mit den zwei G-Punkten
  • Gesammelte Höhepunkte einer Gottheit
  • Ich liebe dich und du mich auch
  • Jemand anders schlägt den Takt
  • Komische Geräusche
  • Kurtz-weilige Geschrifft zur Beschreibung alter und neuer Reisen zu Länden, zu Wassern alß auch in den Lüfften des Courfürstlichen Prinzipals der Lande Brandenburg und Oberlausitz einschlüßlich der sorbischen Land-Striche, genennet Hannes Lüderlich und seiner treulichen Mannen, die er zu seinem supportem und Wolfart recrutiret und zur Ausrüstung seines Lufft-Schiffes gemacht, mit dessen Hülff er die Welt umründet und bis bei den Negern gewest, denen er die frohe Nachricht unsers Heylandes ferbracht, worauff sie in ein grosz mechtig jauchzen unde frolocken ausgebrochen, und wie es ihm hernach ergangen, und Amouren-Geschichten desselben, die er in verschiedenen Continenten durchlebet, und weßhalb ihm sein eigner Milchbruder umb den gantzen globus nachgefolget, um ihm an das Leder zu gehen, und welchen Verlusst der Selbige darbei erlitten, nebst einigen wahrhafftigen Begebenheiten aus der vitam desselben, comische Münchhausiaden sowie schier ungläubliche Hanswurstiaden, illustriret durch mit aller accuratesse hergestelleten Kupffer Stichen, zalreichen umfänglichen Land- und Seekarten, einer Einleitung, einer Bemerkung zum Schlusse, auffklerenden Anmerckungen des Verfassers und einem Richtigen Verzeichnuß sembtlicher enthaltenen Materien, den günstigen Lesern der bürgerlichen zugleich adlichten Stende zur Erbauung zugeeignet sowie der reiffen Jugend anempfolen
  • Mein Smegma komme über euch
  • Nachts Sind Die Affen Platt (zur Bedeutung der NSDAP)
  • Der Schrebergarten der Verdummten
  • Ein Schwein am Seil
  • Selbs Befriedigung (bevor Bernhard Schlink draufkommt)
  • Stirb, ich komme nach (Erben für Anfänger)
  • Tote leben nicht
  • Unrasierte Sachen, die nachts ticken
  • Unvergessene Briefe an vergessene Frauen
  • Waldschrat und Stadtschrat
  • Walther mit der Vogelscheuche
  • Wanderungen durch den Euro Brandenburg (Neufassung)
  • Warum Frauen nicht bei Neonlicht auf einem Betonboden verprügelt werden wollen (Feminismus für Anfänger)

Mehr kann man gar nicht tun. Schönes drittes Adventswochenende.

Happy Hallohochzeitsween, Part 11

Update zu Hochzeitstag (’cause There’s Nothing Else to Do) #10:

Heute war bei Tisch von den Frauen die Rede, und Goethe äußerte sich darüber sehr schön. »Die Frauen, sagte er, sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen. Meine Idee von den Frauen ist nicht von den Erscheinungen der Wirklichkeit abstrahiert, sondern sie ist mir angeboren, oder in mir entstanden, Gott weiß wie. Meine dargestellten Frauen-Charaktere sind daher auch alle gut weggekommen, sie sind alle besser, als sie in der Wirklichkeit anzutreffen sind.«

Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, 2. Theil (1836), , Mittwoch, den 22. Oktober 1828, cit. n. Deutscher Klassiker Verlag.

Frauen sind gefährlich! Sie sind oft intelligenter als du glaubst!

“Na, Wölfchen? Wieder feministische Inhalte ausbreiten, um dich für den Hochzeitstag einzuschleimen?”

“Seit wann erachtest du Goethen als feministisch?”

“Dein Eckermann ist gar kein richtiger Goethe.”

Und die Lustigen Taschenbücher sind keine richtigen Entenhausener Berichte.

“Is recht, Wolf. Ich such dann schon mal meine blauen und grünen Nagellackflaschen raus. Wir treffen uns in einer Stunde am Küchentisch, wenn meine Zehen getrocknet sind.”

“Meine liebste Frau, Partnerin und Gespielin. Ich liebe dich, wenn du dich so um deine schönsten Teile kümmerst.”

“Meine Zehen?”

“Und mich.”

“Pff. Sonst nicht?”

“Aber doch. Ich lieb dich. Ewig. Ganz feste.”

“Das wollen wir in einer Stunde doch mal sehen. Und bis dahin rasier dich bitte.”

“Du auch.”

“Du bist ein alter Saubär.”

“Rwarrrrr.”

My body’s broken, yours is bent: Placebo: Every You, Every Me, aus: Without You I’m Nothing, 1998.

Langenscheidt Deutsch—Mutter/Mutter—Deutsch

Update zu 60 + 2.0 und Mutter, du hier?:

Teil 1: Deutsch—Mutter.

Abitur: nichts lernen, bloß auf die Schule gehen.

studieren: in die Schule gehen, bis man dreißig ist.

BWL: Geld machen.

Zahnmedizin: was aus sich machen.

Geisteswissenschaften: Lesen und Schreiben.

Germanistik: unfallfrei ein Buch lesen können.

den Sinn des Lebens suchen: schauen, wie der Club gespielt hat.

Studentenwohnung: Haschisch fressen; einen Bart wachsen lassen; feste bumsen.

Auslandssemester: in der Weltgeschichte herumhupfen.

vorlesungsfreie Zeit: Ferien; Mucken auf die Schwänze hauen; monatelang den ganzen Tag das Maul ans Tischbein hauen.

BAföG: meine Steuern.

Studiengebühren: in Hartz IV einzahlen.

Magister Artium; Diplom: doch mal endlich fertig; zu alt für die Schule geworden.

Werbetexter: Reklamekasper.

Praktikum: immer noch kein Job.

freie Mitarbeit: keine Arbeit.

fester Freelancer: keine Arbeit.

Auftrag: keine Arbeit.

selbstständig: arbeitslos.

Arbeit finden: nirgends anders genommen werden.

promovieren: doch lieber weiter auf die Schule gehen.

selbstständig, fünfzehn Jahre lang: bis heute nie irgendwo eingestellt.

eigene Firma: noch nie eine Arbeit gehabt.

eigene Firma, zehn Jahre lang: auch nichts geworden.

Geschäftsidee: Strohfeuer; der nächste Hirnfurz.

Freundin: weißt schon, die da.

Freundin, erste: die Schnalle damals.

Freundin, zweite: die mit dem Gesicht.

Freundin, dritte: der geschminkte Fratz, hast du noch was mit der?

Ehefrau: die, weißt schon.

Beruf: was mit Computer.

Computer: was man da heute immer hat.

iPad: sowas Neues.

Internet: im Computer drin; gar nicht da.

Facebook: im Internetz drin.

Statusmeldung: dein Rumgekasper den ganzen Tag.

Blog: dein Geschmarre zu nachtschlafender Zeit.

Twitter: dem Willi seinem Buben sein Geschmarre zu allen Tag- und Nachtzeiten.

Google: vielleicht nächstes Jahr ein neues Sofa.

Website: von was dem Willi sein Enkel jetzt schon wahrscheinlich bald keinen Finger mehr rühren braucht.

Posteingang: Pimmelreklame.

Postausgang: anders bist ja du nicht zu erreichen.

neue Rechtschreibung: wie man will.

YouTube: Reklame.

Musikvideo: was früher dauernd aus deinem Zimmer rausgedröhnt ist.

Musik: Neger-Hau-Hau.

klassische Musik: das schwere Gegeige (instrumental); das Mozartgeschrei (vokal).

volkstümliche Musik: Musik.

Radio: die Urwaldaffen aus Amerika.

Bayern 1: Radio.

Eigentumswohnung: hinausgekündigt.

Wohneigentum: Schulden bis ins Grab.

Eigentumsbildung: in der Bruchbude hausen.

Rente: endlich daheimbleiben; zuwenig rauskriegen.

Wochenende: in die Fränkische fahren.

sich betrinken: ein Seidlein kaufen.

sich regelmäßig betrinken: endlich was davon haben.

Politik: keine Mannsbilder mehr.

Bier: Brot.

Schnaps: Nachspeise.

Wein: kein Bier mehr.

Champagner: der Teure vom Aldi.

Essen: Schäuferle mit Knödel.

Essen, vegetarisches: Vogelfutter.

mit Salat: vegetarisch.

Schäuferle mit Knödel: was Gescheites zu essen.

Gicht: Strafe Gottes.

Kinderzimmer, ehemaliges: Wurstkonservenkammerl.

fernsehen: (s.o.: den Sinn des Lebens suchen).

Privatfernsehen: Busenradau.

ZDF: Fernsehen.

Altersdemenz: nicht mehr so können wie vor vierzig Jahren.

Altersstarrsinn: Meinung; Wahrheit.

Nordic Walking: jetzt auch immer zwei so Stecken mitnehmen.

nächste Woche: wenn wir mal nicht mehr sind.

Rufnummer unbekannt: deine Mutter.

Nächste Woche (eventuell): Teil 2: Mutter—Deutsch.

Stein gewordener Beweis der Evolution

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu besingen, nur weil sie vor fuchzig Jahren errichtet wurde. Dann eher noch die Graceland, die ist heute vor 25 Jahren erschienen. Und sie ist eine der wenigen mir bekannten Platten, die Menschen verbindet: Auf die können sich Konzertabonnenten, Metaller, Rapper und Folkies einigen, was ich für eine größere künstlerische und politische Leistung halte als 43 Kilometer Mauer.

Fast noch wichtiger, jedenfalls ungleich nachhaltiger finde ich da: Vor genau 150 Jahren wurde in den Solnhofener Schieferbrüchen von einem Steineklopfer das erste vollständige Skelett eines Archaeopteryx gefunden — noch im selben Jahr, als er durch Induktion anhand einer fossilierten Feder beschrieben wurde, als es ihn also geben musste.

the missing link, Ihre Lieblingsagentur für Steineklopfen und nachhaltige Spuren in der Welt, benennt sich nach dem Missing Link, das ist: dem bis dahin fehlenden biologischen Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln. Wenn Ihnen dazu nur pubertäre Kalauer einfallen, können Sie sich gern weiterhin mit P1-Gängern rumärgern, die morgens (so ab 13 Uhr) Berlin Mitte spielen und nachmittags beklagen, dass es in dieser Stadt nicht möglich scheint, einen einfachen Espresso zu bekommen.

Der letzte Saurier ist der erste Vogel, die zehn erhaltenen Archaeopteryges seine ersten Belege. Gerade mal zwei Jahre vor Entdeckung der isolierten Archaeopteryxfeder, 1859, hatte Darwin postuliert, dass es derlei Missing Links geben müsse: Lebensformen in der Evolution, die noch Merkmale des alten Jakobs und schon Merkmale des nächsten großen Dings aufweisen.

Das wird bis heute geleugnet. Die Leute, die es nicht einsehen wollen, heißen Kreationisten und sperren ihre hübschen Töchter ein. Die hässlichen jagen sie vor die Tür. Was ihnen ähnlich sähe, jedoch ein haltloser Schmarrn ist, der sich ebenso zuverlässig beweisen lässt wie der Kreationismus. Vor 150 Jahren kam in Gestalt eines verwurstelten Abdrucks von alten Hühnerknochen das Licht in die Welt. Und es ging von Franken aus.

Herrschaften, wie lange gibt es eigentlich das reelle Familienunternehmen the missing link? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht, es müssen um die zehn Jahre sein. Und wie um Himmels willen feiert man sowas? Am besten irgendwas mit Dinosauriern und Vögeln, oder wir hören mal wieder die Graceland, die verbindet. Die Süddeutsche nennt den Inbegriff des Missing Links einen Fränkischen Urvogel. Das ist doch passend.

Ballista. Modell eines Archaeopteryx

Bild: Ballista: Modell eines Archaeopteryx, Stand 9. Juli 2006.

Dr. Mouse heißt jetzt Dr. Geier

Kleine Jungen müssen immer etwas werden. Ein Tiger ist immer ein Tiger.

Hobbes.

Update zu Dr. Mouse:

the missing link, Ihre Lieblingsagentur für Promotionen, Veränderungen, Verfahren und haufenweise Technik, und vor allem die deinige, allerliebster Mäuserich, gratuliert dir zu dem förderlichen Umstand, dass du deinen Doktorgrad ab sofort nicht mehr verbergen, sondern stolz vor allen deinen anderen Namen führen darfst.

Chlamydomonas reinhadtii, gentechnisch veränderte Organismen

PS: Leider muss ich aus juristischen Gründen an dieser Stelle vermerken, dass das Bildmaterial meinem eigenen Copyright unterliegt, weil ich keine 8000 Euro zuviel hab. Die Bilder sind zur Gaudi auf meinem Flickr-Account, die schenk ich Ihnen.

Den Sand in den Kopf stecken

In diesen ruhelosen Tagen werden unsere Kollegen aller Branchen “was zur WM machen” müssen. Das muss the missing link glücklicherweise nicht. Bis zum 11. Juli 2010, an dem dieser betrübliche Auswuchs der afrikanischen Entwicklungshilfe enden wird, verhalten Sie sich uns und allen gefühlsbegabten Menschen gegenüber nach folgenden sehr wenigen, sehr einfachen Regeln:

  1. Meiden Sie Zusammenrottungen vor übergroßen Monitoren. Man erkennt sie von weitem am typischen Ausruf “Schlant!” und am Klang des Rauschens wie von Meeresbrandungen oder Autobahnen, gerne auch von traditionell afrikanischen Musikinstrumenten, die ähnlich heißen wie ein zurückgezogen lebender deutscher Fußballspieler. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet in eine solche Zusammenrottung geraten, vergegenwärtigen Sie sich, dass man traditionell afrikanische Musikinstrumente und zurückgezogen lebende deutsche Fußballspieler respektieren sollte. Ebenfalls mit Respekt, nicht etwa Mitleid, sollte man zum eigenen Schutz Menschen mit Verhaltensstörungen begegnen. Deren Selbsthilfegruppen lösen sich am 11. Juli von selbst auf und mit ihnen das Problem, das sie bewältigen.
  2. Vermeiden Sie auch den Erwerb von Merchandising, der im Zusammenhang mit dem Fußball der Herren steht. Sehr wahrscheinlich unterstützen Sie damit niemanden, der Sie nicht dafür verhöhnen würde, allen voran eine undurchschaubare Hierarchie bizarr überbezahlter Hauptschulabbrecher. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet solches Merchandising erwerben, etwa weil Entwicklungshilfe schließlich Entwicklungshilfe ist, oder weil Sie glauben, dass der Krempel in fünfzig Jahren was wert wird, verschließen Sie es gut an einem Ort, zu dem niemand außer Ihnen Einsicht gewinnt.
  3. Vor allem aber vermeiden Sie die Sätze “Der Ball ist rund”, “Der nächste Gegner ist immer der schwerste”, “Das Spiel dauert neunzig Minuten” und “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel” sowie die Synekdoche “das runde Leder” als Umschreibung für einen Fußball. 1954, das war gerade einmal neun Jahre nach dem bisher verheerendsten Krieg, als man froh sein musste, wenn die Leute nicht noch schlimmere Sachen sagten. Rechnen Sie zum Vergleich nach, wo Sie heute vor neun Jahren standen, und bewahren Sie ein Mindestmaß an Würde in Ihren Äußerungen. — Sollten Sie trotzdem unverschuldet solche Sätze aufsagen müssen, etwa weil Sie sonst von Menschen, die sich unter Drogeneinfluss die Wangen mit Landesflaggen bemalt haben, spontan auf die Lichter kriegen, hören Sie hinterher zuhause ein Viertelstündchen Deutschlandfunk. Das bereichert und reinigt den Geist.

Sollten ungnädige Umstände Sie dennoch in den nächsten Wochen zwingen, ein Fernsehgerät zu verwenden: Nutzen Sie die DJ-Helme, die Sie sonst in Ihren iPod stöpseln! Die passen nämlich auch in die Kopfhöreranschlüsse an Breitwandfernsehern. Danke.

Nächste Woche: Korrektes Verhalten, wenn die Sendung mit der Maus wegen Fußball ausfällt, in behördlich unterstützten Verkehrsstörungen (“Autokorso”) und im Kontakt mit Betroffenen und Angehörigen.

Neuer Geschäftsauftritt

Nach 2 Monaten – immer schön während des Tagesgeschäfts – ist unser neuer Geschäftsauftritt fertig:
http://www.the-missinglink.de/
http://www.the-missinglink.de/antwort.html

Ich finde, er ist uns gut gelungen. Den Spagat zwischen Eigenlobhudel und verlässlicher Information hingekriegt (hoffentlich). Vor allem haben wir es geschafft, unsere Hausfarbe beizubehalten^^. Die Referenzen werden ab morgen Stück für Stück reingeladen.

Neu: Ein grafischer E-Shop – reine Downloadsachen -  ist jetzt von uns in Vorbereitung. Stand: 70% fertig, mit Visa Card und PayPal, all das; mit Fremdsprachen Englisch und Französisch . Mehr wird nicht verraten.

Vroni und Wolfster von the missinglink sind altmodisch und stehen auch noch dazu. Ach ja: und wünschen guten Rutsch gehabt zu haben!

Grantig-Ehrliches zum neuen Jahr

Er sagt, was ich schon länger denke. Daher ein ausführliches Zitat (ich hoffe, ich darf das) aus dem Rebellmarkt von Don (http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1301923/)

"In fact gibt es eigentlich nichts Langweiligeres, Dümmeres und
Spiessigeres als asoziales Benehmen. Das kann jeder Depp. Der Spiesser
von heute trägt nicht Loden, sondern Baseballkappe, Kapuzenshirt und
ipod. Des Neuen Spiessers Eiche Rustikal heisst Billy, der Moselwein
Coffee2go und der Schweinebraten Maxidöner zum auf der Strasse fressen.
Der Spiesser von heute hat einen billigen Job mit beschissenen
Arbeitszeiten und erwartet, dass die Läden für ihn bis Mitternacht
aufhaben. Der Spiesser von heute fordert WLAN überall und beschwert
sich über die deutsche Dienstnichtleistungsmentalität. Der Spiesser
will alles, er gibt nichts und bescheisst bei der
Fahrtkostenabrechnung. Der moderne Spiesser kann mit jeder Form
asozialen Lebens prima leben, solange sein Macbook Pro keine Schramme
bekommt. Der moderne Spiesser schaut weg, wenn jemand randaliert,
solange es nicht seine Lebensideale stört. Der moderne Spiesser hat
seinen reinen, selbstbezogenen Egoismus an die Stelle des alten
spiessigen Egoismus gesetzt, der alles kontrollieren wollte. Der
moderne Spiesser hat deshalb nicht mehr mal ein Herz für einen Pudel.
Man kann darüber reden, ob der neue Spiesser mit seiner
Leckmich-Haltung ein widerlicheres Arschloch als der alte
Kontroletti-Spiesser ist, und unter wem man besser leben würde, wenn
man nicht das Glück hat, täglich auf dieses Pack spucken zu können. Was
fraglos die beste Art des Umgangs mit diesen Problemen ist."

Das einzige, was ich nicht tun würde ist, sie Pack zu nennen. Irgendwie tun solche Spießer mir nur leid. Aber das war es auch schon. Wenn sie einem nicht fast täglich über den Weg laufen würden, manchmal leider auch als Kunden (traurig), wären sie es auch fast nicht wert, das man über sie schreibt. Aber sie tun es: einem fast jeden Tag über den Weg laufen.

Damit für Sie, den Leser unseres Blogs das neue Jahr trotz aller Medien-Unkenrufe ein gutes wird (was wir sehr wünschen): einfach sein Ding machen. Das hilft garantiert.

Ein gutes Neues!

Trotz oder wegen des Spießers neben und in uns.

__________________
Der Mann mit Hut, Audi, Klorolle hinten, Jägerzaun und Schäferhund hat weitere Gefährten:
Auch das waren Spießer, gar noch nicht so lange her. Der sexuell befreite Spießer: http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-revolte-und-liebe-die-68er/artikel/1/sexuell-befreite-spiesser/?src=SZ&cHash=b02c4c91dd

Holzhardware zu Marketing-Weblogs

Die Kollegin Tina bewirft the missing link, Ihre Lieblingsagentur für Lesestoff nach Bestellung, mit einem Stöckchen. Na gut, dieses eine Mal, weil’s dreivierteldienstlich ist: ein Marketingblog-Stöckchen.

1. Seit wann gibt es Ihr Blog?

Vroni antwortet: Mäh, so ein langweiliges Stöckchen.

Wolf antwortet: Wie ein Blick ins Archiv lehrt, seit 27. Oktober 2005.

2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Vroni antwortet: Immer dieses PR-Daten-Phishing. Ich weiß nicht, ob ich das beantworten möchte.

Wolf antwortet: Fortgesetzte Empfehlungen bestehender Blogs.

3. Welchen Zweck hat das Blog?

Vroni antwortet: Bloggen?

Wolf antwortet: Bargeld! Nein, Quatsch, im Ernst: Es ist einfach klug, wenigstens auf eins der obersten zehn Google-Ergebnisse zum eigenen Namen aktiv Einfluss auszuüben.

4. Was hat das Blog bisher gebracht?

Vroni antwortet: Jeden Freitag einen Eintrag.

Wolf antwortet: Naja, eine gewisse Gaudi macht’s schon.

Vor allem Vronis Antworten sind, wenn schon nicht autorisiert, so doch aufs erwartbare Feeling standardisiert, die vom Wolf sind beides. Heute muss man ja alles ohne Briefing können. Soundtrack: Heute mal was ganz Langweiliges, aber ich find’s stark: Bach ("Ach.").

Budget-Gamblin’

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Und nun noch ein Tipp aus (leidvoller) Praxis: Sie ersparen sich und Ihrem zukünftigen Dienstleister sehr viel Zeit und Aufwand, wenn Sie von vornherein Ihren groben Budgetrahmen mitteilen. Im unerfreulichen "Budget-Gambling" des ersten Kostenvoranschlags ist schon manche gut passende Konstellation im Keim erstickt worden. Gerade im Design geht es darum, in welchem Grad ein Designteam a) ein Verständnis für Auftraggeber und Auftragstellung entwickeln kann und b) in der Lage ist, die Erkenntnisse auch sensibel und professionell zu vermitteln und umzusetzen. Nicht selten ist dies eine Frage der Chemie zwischen Designteam und Auftraggeber und nicht des Preises. Haben Sie "Ihr" Designteam gefunden, überlegen Sie gemeinsam mit ihm, wie Ihre Vorstellungen mit Ihrem Budget zu vereinbaren sind.

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Auszug aus: "Management von Webprojekten" Herausgeber Robert Stoyan
Sehr lesenwertes Buch für Kunden, die erfolgreich ohne die üblichen Denkfehler ein Web- und/oder Designprojekt planen möchten.

Genauso wie im Zitat verfahren wir als Ihr Designteam. Da sich Anfragen häufen und wir daher gezwungen sind mit unserer Beantwortungszeit zugunsten Kunden, die wirklich Kunden werden wollen, hauszuhalten.