Händeringend

Na bravo. Solche Anzeigen gibt’s tatsächlich noch (“Keine jahrhundertealte Vergangenheit, sondern innovative Ideen”). Und dann muss man aus biologischen Gründen hingucken und dann heißt’s wieder, Männer sind schwanzgesteuert.

Stellenanzeige Maelu

Ich kann’s nicht mehr hören. Bitte bewerb sich doch endlich jemand, damit das aus dem Verkehr kommt. Theatinerstraße, der Inbegriff von zentral; von außen sieht der Laden sogar ganz begehbar aus:

Wir suchen:

Mitarbeiter für Service/Verkauf (m/w)
Vollzeit oder teilzeit

Café MAELU
Theatinerstraße 32
80333 München

oder

MAELU GbR
-Personalabteilung-

Kleinhaderner Straße 2
D-80689 München

Fachliteratur: Shocking Sexism Vintage Ads. Nein, weder das Bild noch der Link ist Satire. Das meinen die so.

»München ist eine Stadt für Schweinebauchagenturen«

"Als Jung von Matt ihre Dependance an der Isar dicht gemacht hatten, hat
mir eine ihrer quirligen Art Direktorinnen nach dem dritten Glas Wein
kichernd den Grund des Weggangs verraten:

München ist eine Stadt für Schweinebauchagenturen."

Quelle und Zitat: Atelier Beinert, München, Berlin. Sehr lesbarer Beitrag, guter Mann und ebenso wie ich Fan von KMS-Team.

Weitere Seite von Beinert: Hans Herrmann Wetcke über den Zustand des Designs in München. Eine Standortbestimmung. Hochaktuelles Fazit und Schlusskommentar von Beinert (Zitat):


[1] Anmerkung aus der Sicht des Jahres 2007: Das
Design Zentrum München (DZM) existiert in dieser Form nicht mehr, Herr
Wetcke hat seine Funktion als GF aufgegeben, die »bayern design« hat
München verlassen und residiert jetzt in Nürnberg, die überteuerte »Strukturanalyse von Roland Berger« stellte sich als unhaltbar und unbrauchbar heraus, Rolf Müller und Pierre Mendell haben inzwischen ihre Designstudios aufgegeben, Wolfgang Beinert hat München 2006 fluchtartig in Richtung Berlin verlassen,
die Ausbildungssituation ist noch katastrophaler geworden, z.B. wurde
die Fotoakademie aufgelöst und die FHM hat bis heute aufgrund fehlender
Qualifikation keinen Master-Studiengang (Design), das Modemuseum wurde
aufgelöst, die Kulturreferentin wurde gefeuert, angekündigte und
beschworene »Designprojekte« der »bayern design« erwiesen sich als
Placebos und diverse private Initiativen, beispielsweise das Design-Kulturzentrum oder der Designcenter München, sind aufgrund mangelnder Unterstützung und vehementen Widerstands kläglich gescheitert. München die Hauptstadt des Designs?

Hach, residiert in Nürnberg… (= Hat leider nicht viel Geld für große Sprünge, so ist das im Hightech-Bayern.)

the missing link kommt aus Franken (Fachhochschule für Gestaltung, Nürnberg). Den Schweinebauch* überlassen wir unserem Münchner Stadtteilmetzger ums Eck, Richtung Zenetti, der kann das besser. Sein Name ist Bauch, Magnus Bauch.

___________________________________________________________________________________

* Zur Information für Nichtschweinebaucher und andere Gestalten:

"Schweinebauch" means:

1. Schlechte Gestaltung

2. Alle Anzeigenelemente eng und unlesbar auf einen Raum, möglichst dicht zupflastern

3. Konkret: die  berühmten (optisch sehr grauslichen) Anzeigenfriedhöfe & Donnerstaganzeigen des Einzelhandels von Supermarkt- bis Metzger-Sonderpreisen in 60 Punkt. Donnerstag, weil die Hausfrau dann ihre Wochenendkäufe zusammenstellt und die Beilagen studiert. Ob sie es heute noch macht, weiß ich allerdings nicht.

Vroni Gräbel

the-missinglink.de
gute-worte.de

 

Aus der Reihe KOMISCHE MÜNCHNER PLAKATE

Heute auf dem Weg von der Post zur Bücherei erblickt.

Niessen

Ich weiß nicht, was seltsamer ist: das recht gesuchte Wortspiel oder warum die Herren so gucken. Irgendwas muss die Frau vorn gesagt haben. "Genießt doch die Hitzn!" oder so. Und das finden die dann ein bisschen komisch und deswegen gucken die so belustigt.

Oder hat sie grade genossen, wie der Bayer konjugiert, und die schönen Herren in der Sauna sagen, aber das macht doch nichts, bitteschön, oder. So eine neblige Ungewissheit scheint eine Spezialität Münchner Großplakate zu sein, da muss man durch – oder besser vorbei. Oder man ist kein ordentlicher Münchner mit Dackel nicht.

——————————————————————————————————-

Auch eine seltsame Headline:

Kampagne_babyflasche

Der endgültige Beweis, dass vor allem der Münchner Werber an ebensolcher hängt und deshalb keine gscheiten Texte zusammenbringt. Gomorrha.

Hoffnung: Dass das M-Wasser aus der Gegend um Murnau stammt und vom Koksen und vom Hineinhupfn in die Isar abhält, welche man ebenfalls bald als Linie ziehen kann:
"Besonders hoch waren die Werte für die Isar in München, wo
hochgerechnet 17,2 Lines* pro 1000 Einwohner
ermittelt wurden." Sauber! Quelle: http://www.rp-online.de

*Kokain, d.S.