Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: A so halt

Man muss nehmen, was man kriegen kann.

Das sagt sich so dahin.

Muss man?
Gier in harten Zeiten (und auch sonst), das Erstbeste zu nehmen. Die Gier der Bänker, die Gier der Konsumenten: Wir nehmen, was wir kriegen können, sonst nimmt es ein anderer.

Bild: Zirkuslichter. Der Zirkus des Lebens.
Zirkuslichter – Der Zirkus des Lebens und die Flammen der Hölle
(Bild: Vroni Gräbel, interpretierende Fotografie nach Art von Gerhard Richter beim Besuch des wunderbaren Zirkus Roncalli 2013)

Hieronymus Bosch assoziierte da keinen Zirkus, sondern einen Heuwagen als Symbol für Hab und Gut:

Hieronymus Bosch: Der Heuwagen (Mittelflügel), um 1500
Ein flämisches Sprichwort sagt: „Die Welt ist ein Heuhaufen – ein jeder pflückt davon, soviel er kann.“ (Quelle: Wikipedia, Commons)

 

Matthias Claudius kämpft gegen den Google-Wettergott

Update 31. März 2013:

Zur gefälligen Beachtung: Ostern is!

Osterhasi

Auch wenn es stürmet und schneiet …

 

Matthias Claudius:

Jeden Morgen in meinem Garten
öffnen neue Blüten sich dem Tag.
Überall ein heimliches Erwarten,
das nun länger nicht mehr zögern mag.

 

Google Osterwetter (Der Blick aus dem Fenster tut‘s auch):

München, 2 Tage vor Ostern
Karfreitag 17:00
Vereinzelt Schnee
-1°

 

Und wie es zögert: Das Update mit unserer alljährlichen Trickfigur Osterhasi kommt deswegen auch erst am Ostersonntag.

 

Ganz Gans

So trifft man ihn wieder: ganz zufällig an der Isar. Den Gänse-Heinrich.
Diesmal mit Gans Toya.

Zur Zeit kämpft er darum, seine Wohnung behalten zu dürfen. Sein neuer Vermieter soll bekannt sein für ruppige Methoden:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-original-gaense-heinrich-vor-die-tuer-gesetzt-1.1493679

In dem Artikel vom 12. Oktober 2012 heißt es: „Thieler hatte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, etwa im Zusammenhang mit Pleiteimmobilien im Osten, wie sie dem Schauspieler Horst Janson zum Verhängnis wurden, oder weil er in München Mieter aus ihren Wohnungen gedrängt haben soll.“

Unsympathischen Miethaien wünscht man ja alles Mögliche an ihren kurz-geschorenen Kurz-Hals, aber Gänse-Heinrich schritt zur Tat:

„Die Vorwürfe klingen gruselig. So soll der ehemalige Metzger einen blutverschmierten Schriftsatz an die Tür einer Nachbarin geheftet haben. Tatsächlich war es aber Ketchup.“

Vielleicht hätte für den medien-bekannten Gänsemann ein Pressetermin und eine Überreichung der Sauren Himbeere für Miethai-Tum an Thieler gereicht. Zur Zeit lebt er in einer Unterkunft, die Gänse sind in einem Gehege untergebracht.

 

 

Ihre wilde Kameradin gibt sich hier an der Isar ein paar 1000 m später die Ehre:

 

Wie ihr Partner hat sie leider nicht viel übrig für lange Fotosessions, war jedesmal kurz davor zu zischen.

 

Und watschelt mit ihm würdevoll in die Abendsonne.

 

Ich wünsche dem Gänse-Heinrich, dass sein Verfahren für ihn gut ausgeht.

Der Himmel über unserer Stadt

Münchner wollen wegen Reichtums keine Startbahn?

Bin Münchner, weder wohlhabend noch saturiert. Soll es auch geben.

Am Sonntag, den 17. Juni 2012 wird per Volksabstimmung abgestimmt. Stimmte gegen die Startbahn (per Briefwahl). Der Grund: Die Zahlen der Gutachter sind nüchtern betrachtet so, dass es nicht unbedingt deutlich mehr Flugaufkommen geben wird. Also ist die Startbahn sinnlos. Man braucht sie nicht.

Wegen der Ruhe ist es mir nicht, denn ich wohne südwestlich am Cityzipfel. Also genau entgegen Erdinger Moos. Vielleicht ist es mir ein bisschen um die Ruhe für andere geplagte Einwohner. Und es ist mir um das Dörfchen, das angeblich dafür weg muss.

Ich will auch einfach das blöde Geschwätz nicht mehr von wegen mehr Arbeitsplätze (angeblich ca. 11.000). Damit glaubt man, sie alle zu fangen. Aber es werden nicht so viele Arbeitsplätze. Und oft meist auch keine guten. Siehe der neue Flughafen Berlin. Ein schnieker Flughafen und ein paar Billiglohn-Arbeitsplätze statt der versprochenen vielen guten. Wie hässlich ist das denn.

 

Steckrüben – in München mission impossible

Bei meiner Oma gabs die immer zum Schweinebraten, später raspelte ich sie als junge (Haus-) Frau zum Gemüse. Immer lecker. Meine Tochter müsste sich an sie erinnern können, befürchte aber, dass nicht mehr.

Was in Oberfranken noch möglich war, ist im luxuriösen München schwierig bis nicht möglich. Eher bekommt man handgekneteten Ziegenkäse aus der Auvergne. Einmal bekam ich auf dem Viktualienmarkt etwas Steckrübenähnliches. Das war bereit fertig geraspelt. Und furchtbar salzig – nie wieder, brr.

Heuer probierte ich es beim Biomarkt als Bestellung. Warte immer noch auf den Telefonanruf, dass jetzt da. Müssen wir erst wieder Kriegswinter kriegen, damit ich im Süden problemlos Steckrüben bekomme? Dann ist halt auch wieder Käse mit dem Ziegenkäse aus der Auvergne. Ich weiß.

 

München ist das neue Berlin

Sofas wie Müll auf die Straße werfen, liegen und verrotten lassen und eine dreiste Schnauze, das kennt man bislang nur von Berlin. Dass Berlin auch in München möglich ist, muss der erleben, in dessen Garten Leute nachts um 1 vor seinem Fenster palavern, um anschließend im Hof das Wasser abzuschlagen.

Die Krönung ist, dass dann von denen gesagt wird, wer bist denn du, gleich hole Polizei, weißt du. Und ihr iPhone zücken. Ich denke Apple-Nazi ist hier ausnahmsweise der richtige Begriff.

 

 

Isar-Männchen

Männchen machen: Die einen gucken herüber, die anderen hinüber.

 

Frohe Ostern allesamt

Kalter Karfreitag aber auch.
Dem Hasen sind die Pfoten klamm, aber er pinselt was er kann:

Osterhasi_386

Frohe Ostern allen Lesern!

Ich bin so gut.

Es hat schon seinen Sinn, dass ich Texter geworden bin. Dochdoch.

Letzthin hier so in München: Regen, regen, regen. Und dazwischen immer so: Hitz, hitz, hitz, die Sonne jetzt immer so, zwischen dem Regen. Schein, schein und alles.

Dann ich immer so: Vorm Haus sitz, Pause mach, chill, chill. Die Woche auf einmal so: von weitem: so eine Frau. Stöckel, stöckel, den ganzen Gehsteig brauch, Hintern schaukel, Röckchen weh, nach Parfüm stink. Und ich halt so: Glotz.

Sie dann halt immer näher, muss aufm Gehsteig an mir vorbei. Und dann sie so, sagt die nicht so zu mir:

„Wos schaustn so?“

Und dann musst du dir mal meine Schlagfertigkeit vorstellen. Ich so, ganz ohne Konzept, ohne Briefing, ohne Dings, einfach so weil ich das gelernt hab, mit dem Deutsch und dem Texten und alles, sag ich nicht so zu der:

„Lass mi halt schaun.“

War halt nicht so die Zielgruppe.

Frau halt: Deke Dickerson and the EccoFonics: Redheaded Woman,
WRFG FM 89.3 studios in Atlanta, Georgia, Sagebrush Boogie show, 10. Februar 2000.

Aphorismen, die das echte Leben schreibt:

Qualifizierte Vorschläge stören nur bei dem Versuch, das Pferd am Schwanz aufzuzäumen.

:-D

Was wir machen, wenn wir nicht bloggen:

Leben…

Flaucherwiese

Flaucherlaerche_2

Baletterdachflaucherhell

Blaetterdachflaucherfinster

… von morgens bis abends.

Wie der Teufel das Weihwasser…

… so fürchten manche Unternehmen die Offenheit.

Oder wie ist es zu erklären, dass ich zwar immer öfter gebeten werde, zu höchstkomplexen Projekten individuelle detaillierte Preise (Leute, das kostet mich immer einige heftige Arbeits- und meist Nachtstunden plus Recherche, das geht nicht in 10 Minuten) abzugeben, aber auf meine E-Mail-Nachfragen nicht reagiert wird. Nein, die Mails werden sogar gelöscht, sauber.

Es ist nicht zu erklären. Es ist, was es ist:

Schofel. Unverschämt

Ich weiß noch nicht, ob ich so einen Vorgang mal mit Namen blogge, nächste Woche werde ich mehr wissen. Im Grunde ist einiges darüber hinaus nicht koscher. Was mich vermuten lässt, dass es konkret in dem einen Einzelfall, wo man mich gebeten hat, eine große Site mit über 30 Unterseiten und diversen Tools nachzupreisen id est dann auch später nachzubauen (!) falls Preis gutt, darum geht, einfach die Nutzungsrechte des anderen Webdesigners einzusparen, der die "Vorbild"-Site gebaut hat.

Wenn meine Vermutung stimmt, dann kotze ich schon mal jetzt vorsorglich.

Verbindliche Kostenvoranschläge über größere Projektseiten machen richtig Arbeit (ohne Pflichtenheft auch gar nicht ordentlich zu machen) und dafür ist eine Gebühr zu veranschlagen. Nur grobe Kosten gehen rascher, dafür sind sie aber auch nicht verbindlich. So ist das und bleibt es im goldenen Handwerk. Und Nutzungsrechte eines anderen umgehen, das geht gar nicht.

Ich glaube, wir haben uns verstanden.

.

Blogs über Führungspersönlichkeiten erzählen Erfolgsgeschichten???

Dummzeug. Blog-Missbrauch.

Komplett zitiert, weil es so schön ist :-))). Das reimedia-Blog mit Mini-Blogroll, auf der als einziges die Westaflexer sind http://www.referenzforum.de:


DER STOFF, AUS DEM DIE HELDEN SIND.

Blogs über große Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft und Politik erzählen für gewöhnlich Erfolgsgeschichten.
Was so alles schiefgeht, blenden sie aus. Dabei zeigt sich wahre Größe
gerade darin, mit Pleiten und Pannen umzugehen – und gegen alle
Widrigkeiten wieder auf die Beine zu kommen. Ein lehrreiches und
unterhaltsames Beispiel über die „Dynamik des Web 1.9“ versammelt
Interviews und Fallstudien der Westaflex Gruppe, die in Ungnade fiel, ihre Feuerprobe noch besteht und ein Comeback aus den Lehren schafft.

„Für den Neustart meiner Karriere ist es zunächst entscheidend, das Stigma des Misserfolges abzulegen, das mir derzeit anheftet“, so Sabine DeCuir, PR Managerin bei Westaflex. Doch die Scham ist vorbei, ermutigen die vielen Blog-Einträge und E-Mails. Wichtig ist es nun, alte Freunde um sich zu scharen – nicht nur, um das Selbstwertgefühl zu stärken.

Schließlich gelte es zu
„beweisen, dass man aus dem richtigen Holz geschnitzt ist“ und das
Rampenlicht nicht länger scheut, in das man nun geläutert tritt.

Kurz:
"…Feuerprobe besteht…"? :-))) Unglaublich. Sie ist nicht bestanden. Gebt einmal einfach zu, dass die Filmchen MIST waren. MIST. Ihr Westaflexer habt es mit euerer PR getan, ihr habt ausgeblendet und abgelenkt. Zugeben, das wäre es gewesen, zugeben, dazu habt ihr aber nicht die Größe gehabt. Eine PR-Anjatanja musste schönreden, Platitüden abliefern und hinbiegen, wie immer halt.

So einfach wäre es gewesen.

Die "vielen Blogeinträge alter Freunde": ganze vier. Viele? Meist von Westaflex und von reimedia. Eine Lachnummer!

Ihr reimedias: Zurück auf Los und zieht nicht 4000 ein. Kann nicht wahr sein. Ihr habt euer vielgepriesenes Web 2.0 nicht verstanden, es ist keine Manipulations-Plattform. Wir sind das Internet. Ihr habt blogging nicht verstanden. "Wichtig ist es nun, alte Freunde um sich zu scharen"? Viel Spaß im Bonker. Wünsche ein heißes 2007.

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Olympia: 510 bC, 2007 und 2012

Olympischer Boxkampf. Zwei unbekannte Recken, Griechenland 510 bC

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Largepinkwhite_2

Büronahkampf Vroni gegen Computer, München 2007

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Logo Olympia, London 2012

(Hinweis: Aufgrund strikter Rechte nur Link, keine Einbindung des Logos als Bild. Wie man da natürlich "getting involved" = ungehindert und frei zum Mitmachen inspiriert werden kann, erschließt sich mir nicht mehr, wenn die Rechte so eng ausgelegt sind. Anm. d. S.)

Nachtrag, praktisch für’n Gay-Führer "London 2012 von hinten" :-)
http://www.flickr.com/photos/exmonkey/529761236/

 

Kamma mal sehen…

…wie beeinflussend und psychedelisch das aktivierende Rot unseres Logos wirkt. Man kann sich seelisch gar net recht wehren gegen diese Raffinesse… 

ERSTEINTRAG zum Geburtstag unseres Agentur-Weblogs der missing linkse. Oder: Die Meinungen und Deinungen einer kleinen Agentur mit Verstand und Humor zu den Fährnissen klarer Kommunikation und ihrer Auswirkung auf unser Hirn.

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