Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Autor: Vroni (Seite 1 von 3)

Cross gesellt ‒ aus dem Marketing-Zyklus “Heiter durch den Tag”

Wer als hoffnungsloser Katzenidiot (ich) seinen Katzen Bananen-Bandanas kauft (weil sie in einer Bananenkiste vor die Türe gelegt wurden …), kauft seinem Mann auch das:

Latz

 

Und seinem Kunden das da  …  oder umgekehrt … flickr.com

Eulen-Rassel, gehäkelt

(Eulen)Rassel; Baby; Kleinkind; Spielzeug.

 

Und das  …  der Hahn auf dem Mist … für Gockel egal welchen Alters … etsy.com

Hahnenmütze, gehäkelt

 

Und das  …etsy.com

Raubtierpfoten-Schuhe häkeln

Raubtier-Pfoten häkeln

Das Letzte ist Hammer. Ob ich dem Daniel welche häkeln soll?

 

Der Berufsidiot

Ein wenig Leidenschaft beflügelt den Geist,
zu viel löscht ihn aus.
Henri Stendhal

 

Als Designer jetzt:
Ich habe von Anfang an nicht verstanden, was daran gut sein soll, zu sagen, dass man Design “mit Herzblut” mache. Da hat man doch nur den Effekt, dass man von den beauftragenden Geschäftsleuten für einen kleinen Idioten gehalten wird.

Zusätzlich zum Effekt, dass sie dann umso stärker glauben, der kleine schmalzig lügende Idiot würde sie eh nur um ihr Geld behumsen wollen. Ich hasse das alles aufrichtig.

 

Der Mensch ist von Geburt an gut, aber die Geschäfte machen ihn schlecht.
Konfuzius

 

Unterm Strich reaktionär: Der Edel-Reaktionär.

UPDATE:

http://blogs.faz.net/stuetzen/2014/12/05/sushi-sex-und-sittlichkeit-4771/#comment-106965

[…]” Und das regelmäßig auf so plumpe Weise, dass ich mich schon deshalb nicht mehr von der Argumentation angesprochen fühle. Jeder hat doch (im “Normalfall”) seinen natürlichen, sehr sensiblen, körperlichen Schutzbereich, in den er niemanden eindringen lassen will, dem er nicht vertraut oder den er nicht mag. Wenn ich mich nun als Mann in die Situation versetze, ich solle auch nur eine Frau küssen, für die ich nichts empfinde oder von der ich mich nicht angesprochen fühle, dann stellen sich bei mir alle Nackenhaare hoch.”[…]

[…]“Auch wenn der vollsatte Mitteleuropäer sich das in seiner selbstgefälligen Ausbeuter-Pose gerne so zurecht legt. I don’t buy it.”- […]”(Und btw: alle Herren, die hier so großspurig für das natürliche Recht auf unterworfene Frauen plädieren und das auch schön elitär zu rechtfertigen wissen, können das Berufsbild beim nächsten Gespräch über Zukunftspläne ja mal ihren Töchtern als spätere Nebenverdienstmöglichkeit nahelegen – ist ein völlig normaler Beruf.. jaja…). “[..]

Fakename, dein Kommentar ist der erste von allen, den ich da hundertprozentig unterschreibe.

Den vor ThorHa, dem Adler, ein wenig. Doch, auch. Sam The Eagle, vielen Dank für deine Integrität. Ich habe dich anfangs nicht recht gemocht, dann aber fast liebgewonnen. Naja, bis auf deine Jubelperser-Geschichten darüber, dass es den Leuten heute besser gehe als früher. Die ich dir nur deswegen nachsehe, weil du als Aufsteiger und Kämpfer es ja nicht anders sehen kannst. (Bin einen Tacken weiter im Lebenslauf, habe deine Überlegungen und Läufe – auch als Projektmanager – schon alle hinter mir …)

Fakename, der erste Feinfühlige in dem sich zur Ego-Schau liberalistisch gebärdendem Fanclub, der diese romantische, überverbildet-verkleisterte, im Grunde gar nicht feinfühlige, eher verkopfte Attitüde der ToulouseLautrec Fans und liberalistischen Idealisten als bloße Attitüde, als Pose erkennt, die nichts mit dem echten Leben und der Realität von Frauen und Männern zu tun hat.

Danke.

-/-

Eine Tochter ist für einen Vater ein beunruhigender Schatz. Aus Besorgnis für sie findet er nachts keinen Schlaf: Solange sie klein ist, daß sie nicht verführt werde; wenn sie erwachsen ist, daß sie nicht verhure; wenn sie mannbar ist, daß sie nicht sitzenbleibe; wenn sie alt ist, daß sie nicht Zauberei treibe.
– Babylonischer Talmud

 

“Die Wahrheit ist keine Hure, die sich Denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr Alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß seyn darf.” – Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung

 

Es ist ja nicht so, dass ich Feuilleton ungern lese.

Doch zunehmend unwillig, wenn ich, besonders in der FAZ der unerträglichen Altenbockums, liberal gesonnene Schreib-Herrschaften lesen muss, die es hervorragend schaffen, im Text liberal, im Subtext aber reaktionär zu existieren.

Reaktionäre weltfremde, jeder beinharten Wirklichkeit enthobene Feuilleton-Schwurbler des liberal-abgehobenen Elfenbeinturms, die schmerzhaft heuchlerisch sind, indem sie angeblich liberal – wie es gute Sitte sei – alle Seiten beleuchteten, angeblich doch nach allen Seiten austeilten (also bitte, was habe man denn, es sei doch nett und gerecht, was wolle man denn), und sich im Schwurbel unangreifbar geben.

Gehobene Existenz, gehobene Feuilleton-Trollerey.

 

Zur Sache:

Es ist ja in Ordnung, dass man, wenn andere Magazine manipulativ wie sie seien als Vorzeige-Opfer zum Ausschlachten Ex-Prostituierte auffahren würden, die erschreckende Lebensberichte ablieferten, auch um der ausgleichenden Gerechtigkeit willen der anderen Seite eine Stimme gibt.

Aber da beginnt das Problem. 1. 2. 3.

1.
Die Seite der Damen, die “es” angeblich gerne machen und kein Problem damit haben, weil sie in ihrer kleinen Welt leben und denken, es sei doch nur ein kleiner Austausch von Geld gegen Körpersaft versus körperliche Nähe, alles mit Niveau. Wo sei das Problem, wir sind doch modern und müssen leben und leben lassen.

Die Dame und das Problem heißt Strohfigur und hat Interessen.

Merkwürdigerweise sind in den Medien die eifrigsten Damen dieser Couleur bis jetzt entweder deutlich erkennbar Lobbyisten von knallhart kommerziellen Sexindustrie-Interessen. Die jetzt zu Recht befürchten, das Gesetz würde verschärft oder gar Freier unter Strafe gestellt. Dagegen müsse man ja was tun, so als damit Geld verdienende Industrie.

2.
Oder fast noch ärgerlicher, da für Normal-TV-Zuschauer weniger durchschaubar: Diese Protagonistinnen in einschlägigen Talk-Shows von Jauch bis Illner sind fast ausschließlich weibliche Kleinselbständige mit eigenen Räumen, die eh schon länger andere Damen für sich laufen lassen und die ihre eigenen Körperöffnungen schon länger nicht mehr selbst zur Verfügung stellen. Diesen Sachverhalt in Diskussionen, Feuilletons und Talkshows aber sauber nach hinten stellen oder gar verschweigen (früher als Puffmutter bezeichnet, das ist jedoch nicht mehr modern, das heißt heute Powerfrau). Oder es sind Dominas mit eigenem Dominastudio.

In der Jahrtausende alten Prostitution geht es leider eher nicht um Sex. Es geht um Macht. Macht über einen anderen Körper, sonst wird die Nudel nicht steif.

Da lässt es sich gut und gerne länger aushalten in dem Rotlicht-Geschäft, weil da dann das Machtgefälle Mann-Frau und Frau-Frau entweder als Arbeitgeberin oder als Domina sich zugunsten der eigenen Person auswirkt. Und ein gewisser Macht-Ausgleich da ist.

3.
Ein weiteres Problem heißt Altmänner-Edel-Phantasie, auf zwei Beinen. Und kommt recht selten vor. Im Unterschied zur Imagination von Männern, die es aber so gerne hätten, dass es viele davon gäbe, zur Selbstverteidigung. “Sie hat doch auch ihren Spaß gehabt, sie tut es, weil sie mich mag.” (Die Welt als Wille und Vorstellung)

Diese weitere Spezies, die besonders gerne das edle Feuilleton, edlerer Herkunft als die vermuffte und “verstaubte” “Emma” zumindest, aus der Versenkung ausgräbt, sind jetzt die edleren gehobenen Mädchen oder Damen, diese “Belles de jour”.

Die Belles der geheimen Altmänner-Phantasien. Die das doch “zum Spaß” machten.

In Wirklichkeit aber haben sie ein schwaches Selbstwertgefühl, da sie wie Despina augenscheinlich ein Helfersyndrom haben. In der Regel beides. Und sind eher ein Fall für den Therapeuten. Weil es ihnen entweder gefalle, “ihm” gut zu tun oder – wenn es ihnen nicht ganz so gut gefalle, nur ein bisschen – sie es als in sich gutartige “Sex-Arbeit” verklären und verkaufen, Arbeit machen andere ja auch. Arbeit ist gutt!

Der oder die am Band würde ja, wenn man es genau betrachtet schlimmer geknechtet, müsse sich notfalls eventuell sogar mehr gefallen lassen als bei der Sexarbeit mit Freiern mit Niveau. Wo ist Unterschidd? Unterschied zur Sex-Arbeit? Keiner, oder gar besser. Da sei doch dann Sexarbeit besser!

Herrlicher Zirkelschluss einiger gehobener fallen angels.

Diese Damen mit klangvollen Namen wie Despina, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das Problem einer Co-Abhängigen oder ein Helfersyndrom hat, also eine Nutte mit Helfersyndrom ist, wenn sie sich im Zuge der Sexdienstleistung überheblich als therapeutisch Wirkende sieht. Und deutlich jung ist und entweder noch nicht lange im Geschäft. Diese “Sexarbeiterinnen” schaffen es, aus welchen Gründen auch immer (weil sie selbst seltenerweise zum gehobenen Mittelstand gehören), sich fast ausschließlich die ebenfalls zahlenmäßig etwas selteneren Freier aus ihren höheren Kreisen zu angeln.

Dann kann es eine Zeitlang gut laufen, warum auch immer.

Was ich extrem scheinheilig und mindest genauso doppelmoralig wie diese hysterischen Amokläufer finde: So zu tun, als ob jene gehobenen Klassismus-Mittelstands- oder gar Hochstandstöchterlein, und um solche handelt es sich im Feuilleton seltsamerweise ausschließlich (auch im Krautreporter “berichtet” eine dieser im Rotlicht seltenen Pflanzen ganz sensibel über die “armen” notleidenden Männer, denen sie als “Therapeutin” doch so guttun würde) in einer angeblich anti-heuchlerischen Anti-Anti-Prostitionsdebatte ein Forum als implizites “pars pro toto” zu geben.

Ein Forum, in dem sich nur wenige Frauen wie z. B. Donna L.s herumtreiben, die bei jedem etwas körperbetonteren Sachverhalt unverzüglich in ein versch***enes verklemmtes Hüsteln ausbrechen und in Kleinbuchstaben anzüglich schwätzend verdeckt austeilend herumschwadronieren. Sieht so die Wirklichkeit von Frauen aus, dass sie es nötig haben, sofort dann in unklare verdeckte Sprache auszubrechen, sobald es nicht um Spitzendeckchen geht. Arme idiotische Welt.

Abgesehen von dieser sich betulich gehoben gebenden, einen ärgerlich machenden, weiblichen Existenzform, ein von zufälliger Laufkundschaft unbekannter Provenienz abgesehen, auffällig Altmänner-Stammleser-dominiertes Forum, das ärgerlicherweise suggeriert, das mit diesen netten Sexarbeiterinnen wäre doch eher die Wirklichkeit der Frauen. Und suggeriert, nur der gegen die Käuflichkeit des weiblichen Körpers heuchlerische “Amok laufende” Spießbürger wäre der Anmaßende, seine eigene heuchlerische Moral über alle zu stellen und die Gesellschaft damit beglücken zu wollen.

Doch was ist mit den liberalen, doch ach so unspießigen Feuilleton-Beglückern, die sich ebenfalls anmaßen, die Wirklichkeit und die “richtige” Freiheits-Philosophie für sich gepachtet zu haben, indem sie ihre Altmänner-Phantasien zur “Belle de jour” libertinär verteidigen?

Werden da nicht doch auch nur Popanze der Extreme oder gar Strohfrauen aufgefahren gegen die anderen Popanze der Extreme (die anderen Strohfrauen, die geschändeten Naturen, über die die Emma manipulativ-genüsslich berichte)?

Solange eine solche Diskussion nur immer nur extreme Popanze auffährt, bin ich ganz entspannt. Man hat nicht einmal zur Hälfte die Wahrheit durchdrungen. Auf beiden Seiten. Heuchler alle!

Wer sich “der Wahrheit” nähern will, muss erst mal akzeptieren, dass es mehrere Wahrheiten gibt. Meistens sind solche Wahrheiten Wille und Vorstellung. Keiner darf da über den andern urteilen, er sei spießiger als er selbst.

Besitzer einer Wahrheit der vielen Wahrheiten zur Prostitution sind beispielsweise Trauma-Therapeuten, die Ex-Prostitutierte behandeln müssen auf dem Weg zur Zurück-Menschwerdung. Ihnen sollte man zuhören.

Oh Feuilleton, wie spießig und heuchlerisch im libertären Gewande, wie triste biste.

 

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Ich werde hier zeitsparenderweise, ich muss im echten Leben arbeiten, keine Pro-Prostitutions-Kläffer und keine Anti-Prostitutions-Kläffer und auch keine Feuilletonisten, die in ihrem Leben noch nichts Gescheites gearbeitet haben, freischalten. Therapeuten und Betroffene, Angehörige gerne. Anonymität zugesichert.

(Woran ich die alle erkennen und unterscheiden kann? Keine Angst, es geht. Mit ein wenig Sprach-Analyse sind die entsprechenden Vertreter erkannt, besser als die IPs zu studieren. Ich erkenne heuchlerische Sprach-Codes besser als jeder Spamfilter.)

 

Tintenherz

A person who won’t read has no advantage over one who can’t read.

Mark Twain

Unser Halloween-Beitrag

Schopftintling Zeichen des Verfalls

Fund an den Isarauen. Foto: Vroni Gräbel

Schopftintling - der Verfall eines Speisepilzess

Schopftintling, jung den ersten Tag lang eine kulinarische Köstlichkeit, später mit spektakulärem Abgang. Foto: Vroni Gräbel

Tintenherz – Der Verfall. Statt Kürbisse allenorten.

Dieser Pilz ist jetzt in die Welt des Blog-Lesens als Platzhalter verschwunden. Es gibt ihn bereits in der Natur nicht mehr. *

 

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* Schopftintling, Altersform kurz vor dem Ver-wesen. Als junger Schopftintling wäre er ein hervorragender Speisepilz gewesen.

 

 

Mia san mia – und Kaiser simma eh.
Was das Maldöschen auf Gleis 1 mit der Landesausstellung Regensburg zu tun hat …

An was ich mich erinnere, war die extreme Dunkelheit im Dom und das gleißende Licht draußen. Die gute, aber viel zu kurze Führung und wie laut es in einem Dom sein kann, wenn mehrere Führungen auf einmal stattfinden. Man durfte innen nichts fotografieren und die Madonna mit dem Distelfink in der Kapelle am Kreuzgang wäre eine Sünde (also ein unerlaubtes Foto) wert gewesen.

Dabei sind wir eigentlich nur nach Regensburg, um mein metallenes Maldöschen aus dem Gleis 1 zu fischen, das dort am vorigen Wochenende beim Umsteigen in Regensburg aus seinem Rucksack fallend verloren ging.

Genauer: Das Maldöschen war meins. Und ich greinte, dass er es so lässig in eine äußere Rucksacktasche gestopft hatte, musste ja. Bekam ich einen erneuten Samstag in Regenburg geschenkt. Wir gleich auf Gleis 1 mein Einbein-Stativ (Manfrotto) ausgefahren und mit Klebeband unten an der Spitze präpariert, zwei nichtsnutzige Sonnenbrillen und mein Döschen aus dem Schotterbett gefischt. Gleich warense da, die Bahnbeamten: “Was machen Sie denn da?”

Waren wir aber schon fertig, hehe. Wir: “Nix!”

Und wenn man schon einmal da ist in diesem Regensburg, dann ab zum Ludwig, damit es sich rentiert. Hört sich an wie eine Kneipe, ist aber ein stock-eigensinniger Bayer wie er im Buche steht.
Ludwig der Bayer: Wir sind Kaiser!
Bild: Junggesellinnenabschiede unten, und alter Sack oben.

Wo Ludwig sich einst mit der Obrigkeit, den Päpsten, anlegte, sitzen heute ganze Regierungen samt ihrem Volk die Probleme aus und wenden sich Schabernack und Kostümparties zu.

Aus dem Besucherbuch 25.05.2014: “Lieber Ludwig, wir bitten für Deine Entlassung aus dem Fegefeuer.”

Junggesellinnenabschied im Schatten des Doms
Man sucht an diesem Tag lieber den Schatten.

Figur mit Löwe an der Fassade des Regensburger Doms Figur mit Löwin an der Fassade des Regensburger Doms
Wüstentieren wie Löwe und Löwin ist das schon lange ziemlich wurscht.

Schattiger Innenhof mit Platane des Café Prock Regensburg
Kluge Wölfe retten sich in einen schattigen Hinterhof.

Wolf im Innenhof des Café Prock beim Eiskaffee

 

Es gibt frischen Beerenkuchen (Erdbeere, rote Johannisbeere, scharze Johannisbeere) und jede Menge Sahne
Tortenporn: Kühle, frische Beerentorte (Erdbeere, rote Johannisbeeren, Heidelbeeren) mit saftiger Mohnunterlage und Sahneberg.

Vertreter der Regensburger Hofspatzen
Vertreter der Regensburger Hofspatzen warten auf Krümel.

Sonnendurchglühter Fuchsengang, Regensburg
Der Fuchsengang in Regensburg präsentierte sich sogar noch beim Heimgehen um 18:00 als sonnendurchglühte, menschenleere Gasse. Diese verdammte Hitze! Aber die Dose ist wieder da, das ist das Wichtigste … . Lieber Ludwig magst ruhig sein.

 

Der Kampf gegen den Jugendwahn …

Zum Tag der Frauen am 8. März:

Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten. (Anton Tschechow)

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… ist vergeblich:

Alte Hagebutten vom Vorjahr und die jungen Knospen

Der Blick zurück. Vorbei der Ruhm als ehemals zarte Heckenrose:
Neidvoll blickende Hagebutten vom Vorjahr – unerbittlich junge Knospen.
Den Betriebskater Mor daheim gelassen und mit dem Motiv-Man im Rosengarten herumgestrolcht.

Frauenfigur im Rosengarten, München

Frauenfigur im Rosengarten, München. Foto: Wolf, der Motiv-Man

 

Agnes’ neue Welt

Vieles erinnert an einen französischen Spielfilm, den es mal im Kino gab.
Aber der hier ist wahr:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/lebenslinien/lebenslinien-128.html
43 Minuten.

Wie eine Frau das Grobe, Autoritäre und Herzlose ihrer Kindheit hinter sich lässt und sich ein Leben in Fülle aufbaut. Hut ab! Einiges ist mir zu eso, doch das stört mich hier gar nicht. Es passt. Das Wort Achtsamkeit passt hier, absolut.

Einiges am eigenen Leben fällt einem da ein. War auch eine, der der harte Ton und das einander nicht Zuhören zuhause nicht gefiel und die ebenfalls rasch auszog. Was sie dann aber geschafft hat, übersteigt bei weitem das, was ich jemals hingekriegt habe. Ich habe tiefen Respekt: eine Riesen-Lebensleistung. Aber nicht wie man viel Kohle scheffelt und andere ausschmiert, sondern wie man mit der Gemeinschaft ein innerlich reiches Leben führt.

Der Trailer für Schnellgucker zur Einstimmung:


(Der leider zu viel aus BR-Eigenwerbung besteht, knurr)
 

 

Budenzauber mal anders

Hüttenzauber mal anders
Kleine Wärme-Bude an der Wittelsbacher Brücke

 

Gegenüber:
Fernwärme-Heizkraftwerk an der Isar in kalter Nacht
Große Wärme-Bude an der Braunauer Brücke

 

Muss nicht immer der Glühwein&Wurscht-Rummel am Marienplatz sein. Oder am Sendlinger Tor oder an der Münchner Freiheit.

Ein Gruß an alle Nichtschickimickimotzki-Münchenromatiker, die im herzerwärmenden Dezember gerne nachts herumstreifen.

 

Die Wahrheit über narzisstische Gründer. Geht pleite! Schnell!

Narzissten als Gründer: eine Katastrophe.

Narzissten als Gründer: eine Katastrophe. (Bild: Caravaggio, WikipediaCommons)

Der gemeine Gründer:

“So haben selbstverliebte Persönlichkeiten eine höhere Neigung Unternehmen zu gründen. Hochwertige Businesspläne stammen dagegen eher aus der Feder von Machiavellisten.”

(Sagt jedenfalls Uni Hohenheim: https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?&tx_ttnews[tt_news]=11030&cHash=63a29a21c77f34ab2ad21cf99d313e4e )

Und weiter darin:

“Narzissten und subklinische Psychopathen verfolgen wohl eher Geschäftsideen, da sie einerseits stärker nach Geld, Macht und Status streben als andere Menschen, und sie andererseits ihr stark übersteigertes Selbstbewusstsein an eigene, scheinbar überragende Fähigkeiten und Erfolg bei der Unternehmung glauben lässt.

Problematisch ist das deshalb, weil diese Fähigkeiten in der Realität nicht unbedingt immer vorhanden sind, warnen die Wissenschaftler. Vergleicht man die Leistungen von Narzissten und subklinischen Psychopathen etwa bei der Erstellung eines umfassenden Businessplans nämlich mit Machiavellisten, den „manipulativen Machtmenschen“, dann schneiden Narzissten signifikant schlechter ab. Während sich Machiavellisten durch eine eher realistische Weltsicht auszeichnen und sich auf ihr Ziel fokussieren, geben sich Narzissten keine sonderlich große Mühe, denn sie halten sich ohnehin für die Besten und meinen, im Wettbewerb keine großen Anstrengungen aufbringen zu müssen.”

So ist es.

 

80% der Gründer, die bei uns anrufen, sind:

1. SmartPhone-Bürscherl. Alle Geschäfte werden hochwichtig und nervtötend auf diesem Ding nach dem Motto “Don`t call us back, we call you” abgewickelt. Man hebt nie ab, alles geht auf AB. Die Rufnummer ist zu 50% unterdrückt, voll seriös Alter.

2. Businessplan zu 99% nicht vorhanden, wenn vorhanden: schlampig, dünn. Darin Abgeschriebenes aus uralten Sinus Milieues. Die Krönung war mal, dass einer aufschlug, da war nur seine Adresse drin. Sonst nichts. Den Rest sollte ich machen. Alter Schwede!

3. Sie und ihre Produkte sind dermaßen großkotzigartig, dass man sich wundert, warum sie überhaupt Werbung wollen. (“Der “beste Gin der Welt”, der “beste Wodka der Welt” … Keine Erfindung, genauso erlebt.)

4. Ein zusammengebasteltes Logo, Marke Hipsterstyle Neger im Tunnel ähm Schwarz auf schwarzem Grund hat man aber schon. Todalgeil nach der eigenen Bude bei euren Eltern, die ihr stolz voll stylisch in Schwarz-Weiß eingerichtet habt. Ihr habts einfach drauf!

5. Sie schlagen dann bei uns auf, zu versuchen, sich kostenlose Beratung zusammenzuhamstern. Auf die sie dann grundsätzlich nicht hören wollen. Und die sie zum Anlass nehmen, den Auftrag, den sie noch gar nicht erteilt haben, todbeleidigt zu entziehen.

6. Wenn doch nicht, dann versuchen sie, gefängnisreif, kriminell, uns aufzudrängen, ein astreines Duplikat einer bereits existierenden Marke zu herzustellen. Die hat so eine tollen Schmetterling im Kreis, mussmanunbedingtauchsohaben. Das me-too-Produkt ist ein Ding mit vollmundigen, unseriösen Versprechungen, die höflich ausgedrückt, vermutlich nicht recht EU-Healthclaim-gemäß sind und haben den geklauten Namen eines Produkts einer US-Kaffeehaus-Kette. Feudale Zeiten: der Grafiker als euer Domestike. Als Copycat-Ausführ-Schweinchen. Wie war das nochmal mit der Einzigartigkeit eures Produkts?

Leute, ihr seid dermaßen ahnungslose, hirnrissige, dumme, arrogante und selbstverliebte Zeit- und Nervenfresser. Schleichts euch ihr subklinischen Psychopathen mit eurem Gehabe und eurem Made-in-China-Phone-Geraffel. Geht pleite! Schnell!

Ich steh auf Leute, die Festnetznummern haben und in der Lage sind, sich anständig zu benehmen.

 

Mehr Zeit statt Zoich

Auch dieses Weihnachten wünsche ich mir keine Hetze, sondern mehr Zeit für und mit meinen Lieben, meinem Mann, meiner Tochter, meiner Katze, meiner Familie.

Und dafür lieber keine Geschenke.

Ich wünsche mir und uns einen Kaminabend mit gutem Wein und guten Gesprächen, ich wünsche mir gemeinsames Kochen. Ein gemeinsamer Wander- oder Maltag mit meiner Tochter wäre auch nicht schlecht. Ich wünsche uns einen schönen Konzertabend mit stimmungsvollem eating out & getting drunk …

Diese Aktion hier kann dazu beitragen, dass sich der Gedanke mehr verbreitet, wie wertvoll geruhsame gemeinsame Zeit miteinander ist.

Die Website Zeit statt Zeug - eine gute Aktion nicht nur für Weihnachten.

 

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit!

 

 

Man muss nehmen, was man kriegen kann.

Das sagt sich so dahin.

Muss man?
Gier in harten Zeiten (und auch sonst), das Erstbeste zu nehmen. Die Gier der Bänker, die Gier der Konsumenten: Wir nehmen, was wir kriegen können, sonst nimmt es ein anderer.

Bild: Zirkuslichter. Der Zirkus des Lebens.
Zirkuslichter – Der Zirkus des Lebens und die Flammen der Hölle
(Bild: Vroni Gräbel, interpretierende Fotografie nach Art von Gerhard Richter beim Besuch des wunderbaren Zirkus Roncalli 2013)

Hieronymus Bosch assoziierte da keinen Zirkus, sondern einen Heuwagen als Symbol für Hab und Gut:

Hieronymus Bosch: Der Heuwagen (Mittelflügel), um 1500
Ein flämisches Sprichwort sagt: „Die Welt ist ein Heuhaufen – ein jeder pflückt davon, soviel er kann.” (Quelle: Wikipedia, Commons)

 

Hurra, die neuen Zahnrädchen des Küchenmixers sind da. (Geplante Obsoleszenz ade)

(Was bisher geschah: Artikel Abschied in Wehmut. Voreiliger Nachruf auf einen Handrührer.)

Bin gespannt. Das Päckchen mit den neuen Zahnrädchen von Elektro-Franck ist gekommen. Werden sie passen? Wird das Küchenrührgerät wieder gehen? Schaun mer mal.

Bild: Die neuen Zahnrädchen liegen vor dem geöffneten Gehäuse des Mixers.
Die neuen Zahnrädchen (Beater Gears von Kenwood) für den Privileg-Mixer liegen bereit.

Obsolenz, nein Danke. die neuen Zahnrädchen sind da! Und schon eingebaut.
Und eingebaut. Die alten ausgeaperten Zahnrädchen jetzt vorne. Man sieht deutlich die Spuren der Zeit.

Bild: die abgeschliffene Stelle des alten kaputten Zahnrädchens
Und hier sieht man die abgeschliffene Stelle, die das Rührwerk des Küchenmixers mit einem Klackern sofort zum Stillstand brachte.

Bild: Jede Menge Staub im Inneren des Mixers.
Und so sieht es aus, wenn man alte Geräte aufmacht: jede Menge Dreck.

Bild: Der Innenraum des Küchenrührgeräts ist gesäubert und die reparierten Innereien dürfen wieder rein
Nach erfolgreicher OP darf das Rührwerk wieder zurück in den sauberen Bauchraum.

Bild: die Menga an Staub, die in einem alten Elektrogerät wie diesem Küchenmixer schlummert
Oha! Nichts für Ete-Petete-Prinzessinnen und Sagrotan-Hygieneapostel. Die Menge an altem gelblichem Mehl- und Umluftstaub, der in einem 30 Jahre alten Küchenmixer schlummert. In einer Kehrrichtschaufel sichtbar gemacht. Links das mit einem Pinsel gereinigte Gerät.

Bild: Das Rührwerk ist dank der neuen Zahnrädchen wieder voll funktionsfähig, der Motor läuft tadellos.
Man darf gerührt sein. In neuem Glanz und tadelloser Lauf: das Rührwerk und der Motor.

Bild: Beide Rührquirle drehen wieder.

14 Tage war der Mixer krank, jetzt dreht er wieder, gottseidank. Beweisfoto.

 

Bescheidene Wunschliste

Dass Moritz, 16, das weiterhin sein kann:

Katze Moritz, 16

Er ist jung und will Spaß.

Jung sein und Spaß haben wollen.
(Seine Blutwerte sind jedenfalls top.)

Und dass es auch Hefte geben soll mit Lesebändchen:

Buch mit blauem Lesebändchen

Wissen, wo man letztens aufgehört hat zu lesen

Das wär schön.
Und wenn es geht, alles, Bücher und Hefte mit string f.
Danke!

Abschied in Wehmut. Voreiliger Nachruf auf einen Handrührer.

Eine Satire – und dann doch eine echte Lösung.

UPDATE: Oder wie ich nach absolut verrückter Suche und verloren in politischen Netz-Wirrungen dann doch noch das rettende Zahnrad-Paar für mein 36 Jahre altes PRIVILEG-Mixerchen fand. (Lösung am Schluss des Beitrags, weit nach unten scrollen)

Ganz neu: Update II. Wie es weiterging: Geplante Obsoleszenz ade. Hurra, die neuen Zahnrädchen des Küchenmixers sind da. Bin gespannt: Der Einbau. Wird es klappen?

Ersatzteil Zahnrad für 36 Jahre altes Küchenrührgerät Privileg gefunden - Abschied in Wehmut

36 Jahre lang gerührt, nicht geschüttelt. R.I.P.

Der voreilige Nachruf

Damals, als die QUELLE noch nicht pleite war, sondern ein ordentliches biederes Unternehmen zu sein schien  –  und dessen Marke PRIVILEG der schwäbisch sparsamen, züchtigen Hausfrau als eine ziemlich ordentliche Handelsmarke vorkam …, da gründete ich meinen ersten eigenen Haushalt mit Mann und Kind. Dieser PRIVILEG-Küchenmixer mixte Füllungen und Teige, er folgte mir in meine dann wieder kleinere Bude, als ich in Nürnberg Studentin war. Und tat in München genau bis diesen Dienstag 22. Oktober 2013 seinen Dienst. Er verstarb, während er den Teig eines Zitronenkuchens rührte. Starb quasi in den Stiefeln.

Ich werde ihn vermissen, zu viele Erinnerungen hängen dran. Und: Heutige Rührgeräte sind bei weitem nicht so solide.

Ersatzteil Zahnrad für 36 Jahre altes Küchenrührgerät Privileg gefunden - Blick von vorne

Knack – der linke Quirl dreht nicht mehr. Ursache, Ergebnis der Obduktion: abgeriebenes, kaputtes Zahnrad innen, vermutlich auch abgenutztes Ritzel. Motor ist noch voll  o. k. Leider keine offiziellen PRIVILEG-Ersatzteile mehr für Doppelzahnrad und Ritzel. Inoffiziell ginge vielleicht noch was: Man müsste zig Elektro-Bastlerläden durchkrautern …

Hurra Ersatzteil Zahnrad für 36 Jahre altes Küchenrührgerät Privileg gefunden - Blick auf die Quirle, ganz von vorne

… schnief.

36 Jahre alt bist du geworden.

 

:::::::::::::::::::::::::::: UPDATE ::::::::::::::::::::::::::::::::::

Zusammenfassung: Nach dem Genuss unfreiwilliger Politsatire Lösungsansatz aufgetaucht

Hatte das Gerät ja auseinandergenommen – jede Menge Mehlstaub seit Herbst 1977 drin … (77, das Jahr der RAF-Schleyer-Entführung)

Obduktion ergab: Das Gehäuse war solide verschraubt, nicht wie heute das Glump zusammengeklickt oder gar geklebt. Die Kupferwicklung und der gesamte Motor geschützt und noch nach 36 Jahren nahezu sauber. Das ausgeaperte Zahnradpaar ausgebaut und im Netz nach einem gleichen gesucht. Wollte fast aufgeben, hatte null Erwartungen. Fand im Netz zufällig den Artikel Das Quelle Versandhaus und die Wirtschaftshilfe aus der DDR Wie der nach 45 entnazifizierte Quelle Konzern sich seinen Erfolg im Westen dadurch gesichert hat, indem er in der DDR die Privileg-Geräte gut und billig hat bauen lassen.

Ver-nuttete Kommunisten und der dumpfe Kapitalismus in trauter …, man ist fassungslos ….

Etwas sachlicher dieser Link: “Wikipedia über die Traditionsmarke Privileg bei QUELLE”

Der wirklich wichtige und weiterführende Gedanke, den der hoffnungsvolle Schrauber aus dem DDR-Artikel rausliest, ist aber der:
! Es gibt irgendwo noch Ersatzteile. Sie heißen nur anders: “Privileg” pappt(e) doch nur als Fassade auf den Geräten.

Also DDR und den Namen “AKA” gefunden:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/228357.reparatur-statt-muelltonne.htmlReparatur statt Mülltonne. Ein Hobbybastler repariert DDR-Handmixer und ein Betriebswirtschaftler erklärt den Leuten, warum Wegwerfen keine Lösung ist.” (Guter Mann, die Hoffnung aller Nostalgiker.) Seine Website: http://www.murks-nein-danke.de/

Dann weiter etwas hoffnungsvoller mit verbesserten Schlagworten gesucht wie “privileg baugleich mit …”, mit AKA (diese alte DDR-Marke, die heute von diesem Hobbybastler aus Berlin, s. o. betreut wird), mit AEG, auch mal mit Kenwood, weil ich plötzlich in der Bildersuche ein leider nur verdammt ähnliches mit “Kenwood” vertagtes Zahnradpaar sah. Grübel, Kenwood, die Billigheimer mit den Proll-Boxen im Manta …?

Ach, alles Halluzination. Ersatzteile von 36 Jahre alten Elektro-Geräten gibt es nicht mehr.

Gibt es doch!

Das Zauberwort war: baugleich. Wider allen Erwartens bei Elektro Franck unter HM320 und KMIX das optisch genau passende Zahnradpaar gefunden.

Lösung:

http://www.elektro-franck.de/index.php?cl=details&cnid=11596&anid=82961&listtype=list&&sid=slot79tcaucfgr4t4krnpmjcu2

HM320 =KMIX = Kenwood-Mixer. Hat alsoTeile wie der alte PRIVILEG-Mixer. Muss man auch erst mal draufkommen.

Also diese britische Küchengerätefirma Kenwood (nicht die japanische Kenwood mit den Boxen) hat also mit der Quelle, gar mit der DDR … oder die bieder-deutsch erscheinende, aber in Wirklichkeit gerissene Quelle damals schon mit Kenwood? Oder die DDR, die ihr Volk gnadenlos einsperrte und mit Zweitakter-Plaste & Elaste-Autos versah, auf die man über 10 Jahre lang warten musste, auch für Kenwood, das kapitalistische Böse in UK? Gomorrha. Will das gar nicht weiter-ermitteln.

Kostenpunkt des netten Zahnradpaars: 2,49 EUR plus Versandkosten.

Warte jetzt gespannt auf die Lieferung.

Wenn die Dinger passen, der Mixer damit wieder läuft, bestell ich gleich noch mal welche, sind ja heutzutage laut www.murks-nein-danke.de schnell verschleißende Verschleißteile von Handrührgeräten… :

Neuester Handrührer-Murks von ganz neuen Geräten (hier BOSCH): http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/handruehrgeraet-mfq-4020mfq40-bosch/

Der Mixer wird derart bevorratet Tortenfüllungen mixen bin in alle Ewigkeit. Und der Elektromüllberg nur ein paar µ-Millimeter niedriger sein.

 

Gentrifizierung im Glockenbach schon weit fortgeschritten. Protest auf Hauswand..

Fundstück im Glockenbachbach

Dieses kleine A5-Plakat pappte an einer Hauswand im Münchner Glockenbachviertel.

MIt der Gesamtsituation sehr zufrieden. Wichtige Freitagsansprache des Präsidenten Moritz.

Katze Moritz als Präsident
Ganz ohne Unschweif äh Umschweife.

Präsident Moritz denkt nach
Obwohl …

Katze Moritz denkt weiter nach
Ach nichts.

Oder doch:

Wann krieg ich die neuen Knuspertaschen. Die mit Krabben.

 

 

Auch schöne E-Mail:

Im Moment müssen Sie auf meine mündliche Zusage vertrauen. Ihr Vertrag wird Ende xx erstellt und wird voraussichtlich in der ersten xx-woche bei Ihnen im Briefkasten sein.

Wenn das nicht grad eine schriftliche Zusage war.

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Immer wieder schön, dass das Internet und allem voran die E-Mail immer noch nicht als schriftlich verstanden wird, sondern nur das Papier im Briefkasten.

Briefkasten der Post

 

Nachgelegt – Snowden revisited

Oh, ich denke, Snowden WIRD nachlegen.

Dem Geraune nach wird genau um das Thema “wahres Ausmaß der privaten Datenschnüffelei” nachgelegt. Ich bin gespannt.

Schon lange wusste man als satirehaft gescheitelte Existenz und als semi-gebildeter halb-IT-ler, dass ein “W-LAN ein mächtiges Instrument ist, die Festplatte ins Internet zu verlegen” (Hohn der Titanic schon vor Jahren).

Marienplatz München

Weiter mit Satire:
Eine Cloud ist auch nicht irgendeine diffuse Wolke, sondern eine Ansammlung von vielen schwarzen brummenden Kästen, call it Server. Die Datensammler müssen endlich nicht mehr alles mühsam zusammensuchen, sondern haben es schön ordentlich beisammen :-)

Bin vom Typ her nicht paranoid (eher unbeschwert so: “rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln”), doch das was gerade abgeht – und wir wissen noch nicht alles, macht mich wahlweise renitent oder überwachsam, und beides gleichzeitig.

Die Endwirkung bei den Bürgern wird sein: Keinen Respekt mehr vor gar nix, die einen – und wurschtegal, Ducken, die anderen. Die Möglichkeit einer demokratischen Pesönlichkeitsentwicklung ist somit im Verpuppungsstadium gestoppt.

Sehe das als Gefahr für demokratisch verfasste Länder. Deren Regierungen genießen bereits wegen der Bankenkrise nicht mehr das Vertrauen. Jetzt wird es noch schlimmer mit dem Misstrauen und deren Bürger haben auch noch Recht.

 

Der moderne Hofnarr

 

Die moderne Jobwelt ist alternativlos:

Ermüdende Sandwich-Positionen für das strebsame Akademikervolk.
Null Erbauung.
Immerwährender Stress.
Mäßige Bezahlung.

Sie wissen schon: diese pseudo-Managertitel für die Daueroptimierer-Sandwiches der mittleren Ebene. Um die tragen zu dürfen, gibt es gnadenlos blaue Flecken von oben und von unten. Daher der Begriff Sandwich, mittendrin. Aber man muss nehmen, was man kriegen kann.

Eine Hotelcheffin aus Österreich weiß die Sehnsucht nach ganzheitlicher Berufung, in der man ganz man selbst sein darf, für ihr Hotel zu nutzen:

Sie vergibt jetzt den Job eines Hofnarren für ihr feudales Hotel. Und lässt den EulenSPIEGEL Online berichten.

Ihre Jobbeschreibung (so sagt jedenfalls die Hoteldame):

Den Gästen Fragen beantworten.

Sie auf das einstimmen, was sie erwartet.

Über das Angebot informieren (wann die Palatschinkenstunde anfängt)

Orientierungslosen Gästen das Gelände erklären.

Die Gäste leiten.

Aha.

Weiß sie denn nicht, dass die echten Hofnarren ganz andere Sachen gemacht haben: dem König und seinem Hofstaat Kritik an den bestehenden Verhältnissen auf philsosophische oder närrisch-künstlerische Art darzubieten.

Dass sich bereits ein Manager närrischerweise auf diesen Job, der nicht nur Unemüdlichkeit und kaum Freizeit anbietet plus mit kläglichen 1.400,00 EUR brutto dotiert^^ ist, meldete, ist ein Hinweis darauf, dass darüber, was ein Hofnarr wirklich ist, zarte Missverständnise herrschen.

Hofnarr Prangerl

Prangerl am Karlstor, München (Bildquelle: Wikipedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMuenchen_Karlstor_Hofnarr_03062009.JPG)

Der letzte bairische Hofnarr Hofnarr Prangerl http://bar.wikipedia.org/wiki/Hofnarr_Prangerl wusste noch darum, was ein Hofnarr an kulturellen Kompetenzen haben muss. Eine seiner höfischen “Missetaten” war, sich bei einem Konzert als den extra eingeladenen französischen Geigenkünstler auszugeben und keiner hats gemerkt. Erst am Schluss lüftete er seine Identität. Er konnte Geige. Anscheinend anständig genug, dass es nicht aufflog.

Ich glaube, da müssen Manager noch nachlegen.

Sonst wird es nix mit dem Job. Und es muss ein extra Hofnarren-Hartz-4 geschaffen werden (fordern und fördern), damit sie nicht in der faulen sozialen Hängematte herumdämmern, und sie wieder in vernünftige kulturelle Kontexte eingegliedert werden können.

Und ja, natürlich weiß der geneigte Leser, dass es lediglich um mehr oder weniger gekonnte Hotel-PR auf http://www.spiegel.de/reise/europa/hofnarr-gesucht-ungewoehnliche-stellenanzeige-eines-hotels-a-906080.html des SPIEGELs ging.

“Die Direktorin selbst hält die Position für die wichtigste ihres Hauses.”

Ein Narr, wer Arges dabei denkt wer glaubt, dass sich Unverständnis über das echte Narrentum zumindest mit Verständnis über wertschätzende Bezahlung ausgleichen muss. It won’t.

Grenzgängerin, also Idiotin

Bin und fühle mich immmer noch als Arbeiterkind und als Handwerker. Design ist für mich Handwerk. Lassen Sie sich doch vom Designgschmarri nicht in die Oberklassen-Irre führen. Bin Designer gworn, weil ich ein Malender bin, schon immer gewesen.

Kimonofrau und Spirale

Dass man mit Zeichentalent in der Werbung landet, ist ein tragischer Unfall mit der Tragik altgriechischen Ausmaßes. Ich hasse die Werbung, ich hasse die Typen, die dort arbeiten. Manche sind einzeln wunderbare Menschen, im Job und geballt sind sie ein Grauen. Wer da was Überhöhtes draus machen möchte, dem sein Freund bin ich nicht. Bin immer noch auf der Seite der Arbeiter. Bin auf der Seite der Hartz-4-ler. Mit Pennern und Bettlern rede ich.

Mit Kachmirschals und Ete-petete-Klamotten hab ichs zum Leid meiner Mutter immer noch nicht so und ich bin auch keine Ideale-verratende Toskana-Fraktion. Im Gegentum. Ich freue mich immer noch wie ein Kind, wenn ich es einem postpubertären, eingebildeten Wohlstandsvollversager aus dem Westviertel nett oder auch mal saftig heimzahlen kann. An diesen Tagen mache ich immer voller Freude Kerben in meinen Gürtel. Ich freue mich, wenn deren Angeber-Leichen samt ihrer SUVs in der Isar treiben.

Alle Unterstellungen bleiben Unterstellungen und zielen ins Leere.

Einen umgedrehten Jockel Fischer zu assoziieren, ist endgültig gewagt.
Weder bin ich so fett und faltig, weder sehe ich so alt aus wie der, noch bin ich geistig alt, noch saufe ich so viel wie er, noch betrachte ich Menschen als Zweck zum MIttel, noch gehe ich auch Vortragsreisen, noch spreize ich mittlerweile das Fingerchen. Noch habe ich je vergessen, wo ich herkomm. Es gibt bei mir zuhause keine goldenen Tellerchen. Alles sehr bäuerlich, der Geist und das Einkommen sind es auch. Bin ein Bildungsbauer. Also Bauer. Eine Idiotin. Die Bildung habe ich aber auch nur von meinem Mann. Ohne den würde ich eine Viola da Gamba für was zum Essen halten, hmm Gambasch, lecker!

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