Zwitschern ohne Twittern

Als erstes hab ich gelernt: Auch 2018 — gesundes Neues noch, falls wir uns noch nicht gesehen haben — auch 2018 ist mein Default-Zustand: ruhend im Bett. Das mag sich etwas aufwändig im Unterhalt anhören, ist aber recht umkompliziert umschaltbar in eine Art Aktivitätsmodus. Während der Verweildauer im Bett bin ich auf möglichst lückenlose Zufuhr audiovisueller Eindrücke angewiesen, dann wird das auch was mit dem Aktivitätsmodus. Nahrungszufuhr zum Beispiel. Oder das Gegenteil davon, jedenfalls hab ich seit Menschenaltern nicht mehr ins Bett gepinkelt und habe das mindestens so viele Menschenalter auch nicht vor.

Kurzzeitig war meine Versorgung mit audiovisuellen Eindrücken unterbrochen. Erst wollte ich die Soundcard nachschauen, hab mir dann aber bloß die Ohren spülen lassen. Das zahlt wenigstens die Kasse. Seit ich weiß, dass von den seit 1998 bekannten Vögeln gerade noch 85 % am Leben sind (von den Insekten 20 %), und was ASMR ist, muss ich zum Schönesachenhören nicht mal mehr an den Flaucher und entdecke ganz neue Ecken auf YouTube. Es ist eine Lust, im 21. Jahrhundert zu leben.

One thought on “Zwitschern ohne Twittern

  1. Herrliches Gezwitscher, Gekrähe und Geunke. Wundervoll.
    Leider hört man recht laut eine Autobahn im Hintergrund. Unschön.

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