Der Geschenktipp des Jahres (doch, echt jetzt)

Der Advent liegt heuer skurril. Zum praktischen Gebrauch stehen nur drei Adventssonntage zur Verfügung, der vierte ist schon Heiligabend, worüber sich der Einzelhandel nicht genug zerfleischen kann, als ob es heute noch Angestelltenverhältnisse gäbe, in denen man nur das bisschen arbeiten muss, das in den Arbeitsverträgen aus dem Abreißblock vom Kaufhof steht.

Silvester ist quasi fünfter Advent. Und wo wir gerade beim Einzelhandel sind: Liebe Kinder, es werden mir keine Gegenstände gekauft, die als Silvesterirgendwas ausgewiesen sind: keine Knallfrösche, Raketen, Böller und das ganze Zeug, das man sinnvollerweise gleich kaputt herstellen müsste, damit’s nicht so kracht und stinkt. Zum Vergleich: Ich kaufe nicht mal gern Abfallsäcke, weil die für nichts anderes als zum Wegschmeißen gedacht sind.

Bevor ihr euer Geld dafür ausgebt, dass jemand zusammenzuckt und “Arschloch” grummelt, den ihr entweder nicht kennt oder nicht leiden könnt (in den meisten Fällen beides), schenkt es lieber uns. Da zucken wir auch zusammen, aber wir grummeln nicht “Arschloch”.

Was uns in zyklischer Dramaturgie wieder zu Weihnachten trägt: Bitte nichts, was jemand “basteln” musste. Danke.

Soundtrack: Paul Young: Love of the Common People, aus: No Parlez, 1983. Das hab ich ja von Anfang an gemocht, vor allem den renitenten Mädchenchor. Musik ab Minute 1:20:

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