Wolla lö Magaseng nuwoh.

Röggadeh, tuss:

La Boulangerie Dompierre, Neueröffnung Schellingstraße

De Mars prömjeh (se demeng!) sche la Bulongscherie Dompierre alla Rüh Schelling, ilja deh Dusöhr dö Frongs:

Krassong
Baggett
Eklär
Briosch

Eh dü peng fräsch kottidjeng, schespähr!

Imaasch: Tabloh Dannongs pur Luwertühr. Komparrüteh ong grong nohmbr!

München Müllerstraße 2-4 relativ gesehen: Kater Mor guckt Stadtratsitzung.

DEM KATER SÎN BLOG:
Hier spricht der Kater.

Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität. (Einstein)

Moritz will die Wählergruppe HUT

Der Kater hat neulich die Münchner Stadtratssitzung relativ lang, über 4 Stunden, im TV/Internet beäugt.

Teifi teifi, was man stundenlang reden kann – an Andeutungen, Missbilligungen, Gemeinschaftsbezeugungen, und dann wieder ostentativ gepflegter Feindschaft, bei der man sofort den Verdacht hat, dass sie nach der Sitzung im Ratskeller mit zwei Bier eh gemeinsam ertränkt wird – nur über den Abriss zweier Häuser. Alles nur Show. War sehr beeindruckt über diese anstrengenden Rede-Marathons mit Miniergebnis. Das schaffen Industrielle nicht, das Tic-frei auszuhalten, die kriegen sicher Schnappatmung. Oder platzen einfach.

 

Es hatte trotz katerlicher Langeweile einen guten Grund, sich das anzusehen:

Es wird demnächst in München gewählt und der Kater ist ein Münchner und muss wählen (OB, Stadtrat).

Er wollte regional sehen, wer von denen am meisten lügt, um sie dann guten Gewissens nicht wählen zu müssen. Es ging um Sachen in seinem Viertel, und davon versteht der Kater was. Auch vom Sanieren.

Die Nallinger (Die Grünen, OB-Kandidatin) ist für ihn beispielsweise raus, denn der Kater war auch abends bei der Demo dabei, wo sie sprach. Schwache Vorstellung von der, man merkte deutlich, sie hat von Altbau, Bauen an sich KEINEN Dunst. Man kann einen Altbau behutsam so sanieren, dass die Sanierung 20-25 Jahre hält. Wenn man einen Hauch mehr investiert als nur die Fassade zu streichen (“Pinselsanierung”). Dazu war ihre Anti-Sanierung-Argumentationskette zu billig, ein langweiliger Zirkelschluss nach dem Motto “Weil abgerissen werden muss, muss halt abgerissen werden, weil das halt sonst nicht wirtschaftlich ist, und der Gutachter Dings gegen den Gutachter Bumms …” so eine dumme Art langweilt mich, die blickt in meinen Kateraugen nicht durch.

Es geht nämlich bei diesen zwei Häusern nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern um Gentrifitierung und um die Sozialbindung dieser beiden Wohnhäuser der Stadt München – die entfällt, wenn Neubau. So einfach, so hässlich. Und: Für nur wenige Wohnungen mehr wird ein altes liebenswürdiges historisches Kleinensemble in der Altstadt, von denen die Stadt München nur noch wenige hat, geopfert.

Da hat diese Karriere-Kralle – und auch sonst niemand in der Stadtratsvollversammlung – keinen deutlichen Pups davon gesprochen. Sowas wird beim Kater kein Bürgermeister, kein Stadtrat nicht. Sondern andere. (Zum Beispiel die Wählergruppe HUT mit ihrer Guerilla-Stadtplanertruppe “Goldgrund-Immobilien”, sehr sympathisch, sehr kompetent, die derzeit leider noch nicht drin sind. Guter Beitrag auf Deutschlandradio über Goldgrund: “Das sind Mieter!“).

Und da muss man ein bisschen länger TV ähm Rathausvollversammlung im Internet gucken, nicht nur rumzappen. Sonst kommt man den SPD-, CSU- und den ebenso mieterunfreundlichen vermieterfreundlichen, etablierten Grünen-Herrschaften nicht auf die Spur.

Rabe fliegt auf, Baum am Flaucher im Februar

 

 

DDR = Deutscher Demütigungs-Rundfunk

DEM KATER SÎN BLOG:
Hier spricht der Kater.

 

„Diese beiden Charaktereigenschaften sind am Deutschen auf das subtilste ausgebildet: sklavisches Unterordnungsgefühl und sklavisches Herrschaftsgelüst. Er braucht Gewalten, denen er sich beugt“ und „Gewalten, die er selbst zu erringen sucht, um andere zu ducken . . . Nichts wird so respektiert wie der Erfolg.“

(Tucholsky

So sind die Deutschen (und alle anderen mit einer Schäferhundseele):

Wer tagsüber als kleiner Unterthan im Büro gequält und gedemütigt wurde, schaut halt gern abends diese Demütigungs-Shows von unsäglichen Leuten ekelhaften Grinsrobotern und Sadisten wie Heidi, Joop, Bohlen. In denen andere kleine Unterthanen sich demütigen lassen. Oh, welche ausgleichende Gerechtigkeit unter Hunden.

Ich der Kater drücke hiermit mein absolutes Unverständnis gegenüber dieser hündischen menschlichen Rasse aus.

Cat, as dentist, holding dog’s tooth.

 

 

Neulich in der Schnapsabteilung

“Und du bist sicher, dass du eine Sauferei mitbringen willst? Blumen tun’s nicht?”

“Wir können ruhig was beitragen.”

“Gibt’s nix bei denen?”

“Schnittblumen sind von vornherein tot. Vom Schnaps haben sie länger was.”

“Mindestens bis zum übernächsten Mittag.”

“Sie sollen ihn ja nicht exen.”

“Wenn’s der richtige ist …”

“Schau lieber mit. Du schaust doch sonst gern Schnaps an.”

“Aber ohne die surrealen Preisschilder.”

“49,99? Find ich ziemlich reell.”

“Umso schlimmer.”

“Ein Schnäppchen.”

“Nein, ein Schnäpschen. Billiger als die Entgiftung hinterher.”

“Die sind nicht mal in Facebook. Ich sag doch, dass die den schon nicht exen.”

“Sondern was? Das Waschbecken putzen?”

“Mit dem Plempel für 21,99 vielleicht.”

“Was aus der Gegend, wie wär’s?”

“Zwetschgenwasser, Bärwurz oder so?”

“Sehr witzig.”

“Da ist was. Bayerischer Whisky.”

“Wird man von dem weißblau?”

“Und so viel davon.”

“Slyrs, Coillmór, Stonewood … Jeder davon der einzige bayerische Whisky.”

“Das behaupten die gar nicht. Du wirst nochmal verrecken an einem Kalauer.”

“Oder an einem Whisky, der Speyburn heißt.”

“Genau das mein ich. Der ist schottisch.”

“Hab ich dir mal erzählt von dem schottischen Bier, das Brunswicks heißt?”

“Ja, etwa wöchentlich.”

“Feiner Stoff.”

“Außer wenn man ihn bestellen will.”

“Schottland ist gut. Schottland ist cool. Besser als England.

“Machen die Whisky? British Blend?”

“Der da ist aus Sauf-Wales.”

“Gehört Wales zu Britannien?”

“Geographisch vielleicht. Zum Saufen gehören sie alle.”

“Vor allem der Whisky.”

“Welchen nehmen wir jetzt? Die werden ja alle sechs Jahre einen Zwanziger teurer.”

“Da haben wir ja noch Chancen auf dem Markt.”

“Wenn wir Whisky werden.”

“0,7 Liter auf 89 Euro runtergesetzt?! Ham dien Sprung?”

“Dafür 48,5 PS.”

“Komm, wir gehn Blumen kaufen.”

“Dann nehmen wir doch den.”

“Four Roses?”

“Ja, der is gut.”

Soundtrack: Marius Müller-Westernhagen Johnny W. aus: Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, 1978. Platten kann man ja heute nicht mehr schenken.