Man muss nehmen, was man kriegen kann.

Das sagt sich so dahin.

Muss man?
Gier in harten Zeiten (und auch sonst), das Erstbeste zu nehmen. Die Gier der Bänker, die Gier der Konsumenten: Wir nehmen, was wir kriegen können, sonst nimmt es ein anderer.

Bild: Zirkuslichter. Der Zirkus des Lebens.
Zirkuslichter – Der Zirkus des Lebens und die Flammen der Hölle
(Bild: Vroni Gräbel, interpretierende Fotografie nach Art von Gerhard Richter beim Besuch des wunderbaren Zirkus Roncalli 2013)

Hieronymus Bosch assoziierte da keinen Zirkus, sondern einen Heuwagen als Symbol für Hab und Gut:

Hieronymus Bosch: Der Heuwagen (Mittelflügel), um 1500
Ein flämisches Sprichwort sagt: „Die Welt ist ein Heuhaufen – ein jeder pflückt davon, soviel er kann.” (Quelle: Wikipedia, Commons)

 

Hurra, die neuen Zahnrädchen des Küchenmixers sind da. (Geplante Obsoleszenz ade)

(Was bisher geschah: Artikel Abschied in Wehmut. Voreiliger Nachruf auf einen Handrührer.)

Bin gespannt. Das Päckchen mit den neuen Zahnrädchen von Elektro-Franck ist gekommen. Werden sie passen? Wird das Küchenrührgerät wieder gehen? Schaun mer mal.

Bild: Die neuen Zahnrädchen liegen vor dem geöffneten Gehäuse des Mixers.
Die neuen Zahnrädchen (Beater Gears von Kenwood) für den Privileg-Mixer liegen bereit.

Obsolenz, nein Danke. die neuen Zahnrädchen sind da! Und schon eingebaut.
Und eingebaut. Die alten ausgeaperten Zahnrädchen jetzt vorne. Man sieht deutlich die Spuren der Zeit.

Bild: die abgeschliffene Stelle des alten kaputten Zahnrädchens
Und hier sieht man die abgeschliffene Stelle, die das Rührwerk des Küchenmixers mit einem Klackern sofort zum Stillstand brachte.

Bild: Jede Menge Staub im Inneren des Mixers.
Und so sieht es aus, wenn man alte Geräte aufmacht: jede Menge Dreck.

Bild: Der Innenraum des Küchenrührgeräts ist gesäubert und die reparierten Innereien dürfen wieder rein
Nach erfolgreicher OP darf das Rührwerk wieder zurück in den sauberen Bauchraum.

Bild: die Menga an Staub, die in einem alten Elektrogerät wie diesem Küchenmixer schlummert
Oha! Nichts für Ete-Petete-Prinzessinnen und Sagrotan-Hygieneapostel. Die Menge an altem gelblichem Mehl- und Umluftstaub, der in einem 30 Jahre alten Küchenmixer schlummert. In einer Kehrrichtschaufel sichtbar gemacht. Links das mit einem Pinsel gereinigte Gerät.

Bild: Das Rührwerk ist dank der neuen Zahnrädchen wieder voll funktionsfähig, der Motor läuft tadellos.
Man darf gerührt sein. In neuem Glanz und tadelloser Lauf: das Rührwerk und der Motor.

Bild: Beide Rührquirle drehen wieder.

14 Tage war der Mixer krank, jetzt dreht er wieder, gottseidank. Beweisfoto.

 

Bescheidene Wunschliste

Dass Moritz, 16, das weiterhin sein kann:

Katze Moritz, 16

Er ist jung und will Spaß.

Jung sein und Spaß haben wollen.
(Seine Blutwerte sind jedenfalls top.)

Und dass es auch Hefte geben soll mit Lesebändchen:

Buch mit blauem Lesebändchen

Wissen, wo man letztens aufgehört hat zu lesen

Das wär schön.
Und wenn es geht, alles, Bücher und Hefte mit string f.
Danke!

Top 5 Party-Facts über München

5.: In München hat seit 1498 keine Syphilis-Epidemie stattgefunden.

4.: In der Bogenhausener Wohnung vom Adolf ist heute die Polizei drin.

3.: Der einzige, der jemals die alte Marketing-Coach-Legende mit den Kosmetikartikeln auf dem öffentlichen Klo für voll genommen hat, ist der Allacher Schuhmair in der Ludwigsfelder Straße.

2.: Das Neuperlacher Einkaufszentrum Pep hat den einzigen Kaufland Münchens, einen Starbucks mit integriertem Theater und die größte freitragende Glaskuppel Deutschlands.

1.: Isar-Athen ist die nördlichste Stadt Italiens.

Florida

Buidl: Das Le Florida am Eck Kurfürsten- und Georgenstraße, selber gemacht. Schenk ich Ihnen vorsichtshalber, bevor mir einer copyrightlich was will. Dann muss es bloß noch jemand geschenkt wollen.

Stopp und renn

Feinkost M. Stopp, Sailerstraße

Dabei ist doch so klar, warum solche Läden praktisch ausgestorben sind: weil man sich durch solche Straßen nicht alleine traut. Milbertshofen hat immer noch den Ruf des kleinen Hasenbergls, da muss nicht erst die Dunkelheit einbrechen, damit einen jede alleinstehende Frau verdächtigt, man will ihr was. In leichten Fällen hilft es, die Straßenseite zu wechseln; wenn der Ladenschluss droht: rennen.

Aber sie tun schon was: Schmetterlinge draufmalen.

Feinkost M. Stopp, Sailerstraße