Vom schicklichen Umgang mit der Kreatur im Wandel der Zeit

1991: Wir stechen Ohr und Nase.

Wir stechen Ohr und Nase Wir stechen Ohr und Nase

2011: Wir schützen Baum und Biber.

Baumeister Biber hat hier schon etliche Bäume gekappt. Wir schützen Baum und Biber!

Bildlä: Nürnberg, der Talmiladen im Maximum am Kornmarkt neben dem weiland neuen Edelmann, 1991; U-Bahnstation Wöhrder Wiesen hinter der Insel Schütt, 2011.

PS: Leider muss ich aus juristischen Gründen an dieser Stelle vermerken, dass das Bildmaterial meinem eigenen Copyright unterliegt, weil ich keine 8000 Euro zuviel hab. Die Bilder sind zur Gaudi auf meinem Flickr-Account, die schenk ich Ihnen.

Unbekanntes Nordschwabing

Den vergangenen Frühling (am Dienstag war der heuer, glaub ich) hab ich genutzt, um neue Möglichkeiten der Geldausgabe zu erschließen.

In München hat man da einen enormen Standortvorteil. Hätten Sie je geahnt, dass es ziemlich weit oben im Englischen Garten einen Kiosk gibt, der als Mini-Hofbräuhaus auftritt? Mit Biergarten, was sonst? Und zwar mit beheizbarem Biergarten? Mit offiziellem Hundetreffpunkt? Es sind ja immer die einfachen Sachen im Leben: Der dort massiv ausgelobte Schweinsbraten ist dem Augenschein nach ein wahres Fest für Mensch und Hund. Helle Maß fünf siebzge.

Hätte man dann fast gar nicht mehr gebraucht: Das Caspische Restaurant Amir, das erstaunlich idyllisch und selbstreferenziell am Mittleren Ring rumsteht. Meine Mutter hatte mehr Küchenstühle zur Verfügung und hat keinen dahergelaufenen Restaurantgästen Thike mit gebackenem Nan (was immer das ist) in heißen Gusseisenpfannen angeboten. Mixed Thike fuchzehn grodaus.

Das Schwerste an meinen Fundspending-Touren durchs Stadtgebiet ist immer, meiner Frau zu sagen, wann ich wieder da bin (deswegen werd ich nie ein Controller: Ich hab zuviel Respekt vor der Zukunft, um Aussagen über sie zu treffen). Was das erst werden soll, wenn ich in meinen Neuentdeckungen mehr Zeit verbringen will als um mir die Adresse zu merken.

Currywurst mit Pommes. Mini-Hofbräuhaus

PS: Leider muss ich aus juristischen Gründen an dieser Stelle vermerken, dass das Bildmaterial meinem eigenen Copyright unterliegt, weil ich keine 8000 Euro zuviel hab. Die Bilder sind zur Gaudi auf meinem Flickr-Account, die schenk ich Ihnen.

Hard to be humble

Gänsefüßchen 1: Die Klassikerin.

“Hundert Mark? Dafür krieg ich ja noch nicht mal ein T-Shirt.”

Claudia Schiffer, kolportiert “90er Jahre”, Zuschreibung.

Gänsefüßchen 2: Die Streberin.

“Ich war schnell diejenige, die am weitesten war, und man lernt ja nichts, wenn man immer die Beste ist.”

Sophie Auster, in: Dirk Peitz: Die schöne Streberin, Süddeutsche Zeitung, 23. September 2006.

Gänsefüßchen 3: Die Allrounderin.

“Ich hasse es, wenn man mich ‘Exmodel’ nennt, nur weil ich als Teenager ein paar Schauen gelaufen bin.”

Charlize Theron: Vom Leben gelernt, in: Neon, 1. September 2008.

Gänsefüßchen 4: Die Designerin.

“Man sollte sich nicht bremsen lassen und sagen, ich mache nur das, was gut läuft. Sondern aus seiner Freiheit schöpfen, solange man noch von keinem Konzern aufgekauft wurde. […]

Ich ging nach der Schule davon aus, dass ich in einer großen Firma arbeiten werde. Am College in London hat sich dann herausgestellt, dass ich als One-Man-Show am besten funktioniere. Meine Direktorin hat mir geraten, nicht viel Zeit zu verlieren in anderen Unternehmen.”

Angelika Paschbeck von Paschbeck Fummel+Kram, München-Schwanthalerhöhe, nach: München – der beste Stoff für Mode, in: München erleben 3.2010.

(Dabei ist das sonst eine ganz Liebe.)

Schweinshaxe 5: Mac Davis.

Mac Davis: It’s Hard to Be Humble, in The Muppet Show 110 vom 8. März 1981.