Wie Hund und Katz

Texter und Designer sind manchmal so. Wie Katz und Hund. Ich bin die Katz und will es geschmeidig und flirrend, indirekt -"ich bin". Wenn ich nicht darf, schneide ich ihn in Streifen. Er ist der Hund und will nur spielen – "er tut" und funktioniert übers Handeln, die Tat, die Sprache. Das gibt Konflikte vom Feinsten, und die sind gut so. Was daraus entsteht ist interessant, aufregend und alles andere als schon mal gesehen.

So auch dieser Film mit einer Katze genau wie unser Moritz aussehend, mit einem Hundewelpen, der an einen Fuchs erinnert. Super geschnitten und voller Groove. Mit einer Französin, die ich öfter hören möchte.

Genial: ihre Paraphrasierungen am Schluss.

Lyrics

Cats and dogs are…

not our friends

They just pretend
They just pretend

It’s just emotions we invent
Like photographs we put on shelves

Cats and dogs…

are not our friends


Scratch their ears
they’ll wave their tails
And if it rains again next weekend
It’s all because of them

Little doggy
Come to mummy

Cats and dogs…

are not our friends

They just pretend
They just pretend

It’s just emotions we invent
So we forget we’re by ourselves

Little catty
Come to daddy

Miaou miaou
Ouaf ouaf ouaf ouaf

Kein Blatt vor dem Mund

Ja, ich nehme kein Blatt vor den Mund. Ich gehöre auch nicht zu denen, die es fertig bringen, in einem guten Restaurant 1 Wasser und 1 Salat aber pidde ohne Dressing! zu bestellen.

Meine Rede ist ja, ja oder nein, nein.

Wer etwas von mir wissen will, kriegt es zu hören. Ich sage meinem Mann und meiner Katze, was Sache ist:

Nein, heute kommst du nicht raus, der Vogel brütet.

Ich sage Kunden oder Prospects, was Sache ist:

Ihr mir vorliegender Text ist leider PR-Konzern-Geschwafel und passt nicht zu Ihrer Zielgruppe –  feuern Sie Ihren Texter.

Ich sage, was mir nach einer Besprechung gefallen hat und was mir nicht gefallen hat. Mir gefällt nicht, wenn Leute mit einem Pokerface zu einem lockeren Erstkontakt-Gespräch kommen. Sich mit einem 200,00 Auftrag aufführen wie ein Harter-Hund-Einkäufer der Autoindustrie, in der Hoffnung, Schweigen mache mürbe und den Preis niedrig.

Daher nehme ich kein Blatt vor den Mund und sage, was ich davon halte:

Sowas ist Mist.

Wie geht ihr mit Designern um. Das erfüllt den Tatbestand des Ratens, für den ein ordentliches Preisangebot nicht möglich ist. Gehts noch.

Ich habe Kunden. Solche, die es schätzen, normal und bodenständig behandelt zu werden. Ohne NLP- oder IHK-Seminar-verbildete Pseudo-Topeinkäufermucken, wenn es nur um Petersilie geht. Hach, ist das entspannend! Ohne Schmu, ohne verlogenen Schischi, ohne Heckmeck.

Am liebsten wäre mir noch, wie früher alles unkompliziert mit Handschlag ohne das Etepetete-Getue des durch die Wolldecke Sprechens.

Dazu ein paar passende Klänge aus unserer Mucke-Sammlung, eins zwei drei:

Was Menschen an einem sonnigen Sonntag in Blogs hineintreibt

Heute am Welttag des Designs wurde im Netz international mit diesen Suchwörtern gesucht und prompt dabei auf unser Blog aufgeschlagen:

pinguine essbar?

Der Fragesteller wohnt vermutlich auf Feuerland und ihm ist gerade ein solches Tier in die Pfanne gelaufen. Unsere Antwort: Wir haben noch keinen probiert. Vorher aber rupfen und in die Soße etwas Oregano, kann nicht schaden.

amber valletta nackt

Hamwer nich.

cummings may my heart always be open to little birds

Es freut uns, einen wahren Freund und Kenner der Literatur auf unserem Blog begrüßen zu dürfen. Obwohl Cummings ein merkwürdiger Ruf des – sagen wir mal vorsichtig – Nazifreundlichen – umweht, sind viele seiner Gedichte hinreißend.

dänische küche ente

Schon die dritte Anfrage heute auf unserem Blog zur wahren Vogelzubereitung, erstaunlich. Meist wird aber auf unserem Blog nach dem dänischen Sturmglas gesucht. Welches wir zwar freundlich besingen, aber nicht verkaufen.

Copy-Strategie+Beispiel

Das ist wieder mal typisch: An den Hausarbeiten im 3. Semester Kommunikationswissenschaften sitzen – Abgabe ist am MO, der Prof kennt keine Gnade – aber zu faul sein, sich selber ein Beispiel für Copystrategie aus den Haaren zu fieseln. Daher hamwer auch kein Beispiel, niemals. Das ist Absicht von uns, könnt ja jeder…

ibm+schöneberger+dueck

Ist schon wesentlich besser. Wer nach Barbara Schöneberger und dem netten Prof. Dueck sucht, landet garantiert und zu Recht hier. Und kriegt auch Info (die er sicher aber genauso findet, wenn er gleich direkt zu Prof. Duecks Sinnraum schippert.)

www.Die besten  Pannen

Das könnt’ euch so passen, dass wir unsere Pannen auch noch freiwillig erzählen.

Dafür gibt es im Willhelm-Busch-Jahr 2008 lieber was zu Ehren von Wilhelm Busch* auf die Suchfingerchen, und weil’s heut in eueren Suchbegriffen so vogelich zuging, etwas Sinnreiches über de Fojglen (jidd. für Vogel/Vögel), es ist ja Frühling:

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frißt,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

aus: Kritik des Herzens (1874)

+ 1908

*Antisemitisches Zeugs hat er jedoch u. a. in der  Frommen Helene vom Stapel gelassen:
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6369

Der triviale Pursuit of Happiness oder: Lebbe is kei Twitterwidget

"Sind Herr und Frau Aarenhold schon zurück?" fragte Siegmund ihn, indem er über des Hausmeisters Kopf hinwegsah wie jemand, den die Sonne blendet…

Thomas Mann: Wälsungenblut, 1906

"Was machst du hier?" Das Kind duckte sich. "Was du hier machst?" Sie ging dabei auf die Kleine zu und gab ihr eine Art Knuff gegen den Kopf — es war nicht einmal eine Ohrfeige; der Schlag ignorierte, daß da ein Kopf war: er verfügte nur über das vorhandene Material. Zufällig war es ein Kopf.

Kurt Tucholsky: Schloß Gripsholm, 1931

Gehen Sie an die Isar. Heben Sie einen der zwölfhundertelfzig Millionen Isarkiesel am Ufer auf, dann tun Sie ihm den Gefallen und werfen Sie ihn in steilem Bogen in die Luft.

Was glauben Sie, was sich der Isarkiesel da denkt?

"Endlich frei", denkt sich da der Isarkiesel, "endlich kann ich tun, was ich will. Ich kann einfach davonfliegen, und heute sieht man sogar die Alpen! Da kann ich einfach hin, wenn ich will — oder in die andere Richtung, nach Ingolstadt, Nürnberg, Hamburg, bis ans Meer und darüber, nach Amerika. Oder ich fliege einfach noch höher und höher, bis über die Alpen und hinauf bis zum Mond. Jaa — zum Mond!"

Das denkt sich alles der Isarkiesel, vorausgesetzt, er redet sich fest genug ein, er hätte einen freien Willen. Wohin fliegt aber der Isarkiesel tatsächlich? Genau: runter.

Nicht anders der Konsument von Konsumgütern: Sie, ich, der Papst, der Schlauchtruppführer der Freiwilligen Feuerwehr von Ebersberg, vielleicht sogar die Japaner, und alle, die sich sowas ausdenken: Wir alle leben in dem Glauben, wir hätten einen freien Willen, nach dem wir uns richten, wenn wir zum Beispiel unsere hart erwirtschafteten paar Euro fuchzig ausgeben wollen. Gerade, wenn wir Geld ausgeben wollen. Dann schalten wir unser Gefühl mal aus und treffen eine knallhart rationale Entscheidung, was wir kaufen. Denken wir.

Aber am Arsch die Räuber. Rationale Kaufentscheidungen gibt’s nicht. Alles gefühlsgesteuert. Noch nie in der Geschichte allen Handels und Wandels hat jemand so kühl kalkuliert, dass er sein Geld bewusst für den besten Gegenwert angelegt hätte.

Glauben Sie nicht? Warum tragen Sie dann diese tollen Levi’s 501, wenn eine Pferdedecke viel besser wärmt? Warum putzen Sie sich die Zähne morgens mit Aronal und abends mit Elmex, wenn richtige Zahnpasta 39 Cent kostet? Warum schauen Sie erst jetzt nach, was schadstoffarme Kühlschränke kosten, obwohl diese Technik seit Aberjahren vernünftig ist? Warum gehen Sie essen? — Und lassen Sie mich hier nicht mit Klingeltönen anfangen.

Weil Ihnen vor zwanzig Jahren eine junge hübsche Verkäuferin gesagt hat, die 501 stehe Ihnen hervorragend, weil das Design hochpreisiger Zahnpasten Ihr Vertrauen erweckt und blendend weißer Zahnschmelz Erfolg bei Frauen verspricht, weil Sie auf die Ökomaus mit der schicken runden Brille stehen, weil man beim Essengehen seine sozialen Kontakte pflegt. Zusammengefasst: damit Sie öfter Sex haben.

Wie überaus rational, oder? Das hat die Marktforschung bewiesen, dass Sie das machen, Sie sind durchschaut. Wer immer auch diese ominöse Marktforschung ist — stellen wir sie uns wie einen KGB-Agenten in schwarzem Trenchcoat und Schlapphut vor —, das hat sie ganz alleine fertig gebracht. Ohne Sie je zu fragen. Staunen Sie aber, gell?

Da denken wir uns aber die 50er-Jahre-Agentenmontur der Marktforschung ganz schnell wieder weg, weil wir sonst selber eine anziehen müssten. Leugnet doch die Marktforschung mit ihrem 360°-Blickwinkel nicht nur Ihre Individualität, sondern ihre eigene gleich mit. Zwar behauptet sie Sachen über Sie, obwohl sie Sie gar nicht kennt, schließt sich aber selber mit ein, weil sie selber ja auch nur ein Mensch ist, die Marktforschung. Sogar ziemlich viele Menschen, da redet sie gar nicht dagegen, so ist sie halt.

Individuelle, wohlabgewogene Entscheidungen treffen? Pah, wir sind doch keine Isarkiesel.

Neue Geschäftsidee:

  1. Überweisen Sie mir Ihr ganzes Geld.
  2. Dann sind Sie nicht verarmt, sondern kriegen
  3. alle fünf oder zehn Jahre, je nachdem wie ich dazu komme, eine top neue Pferdedecke von mir geliefert.
  4. Ihr Vorteil: Das ist endlich der beste Gegenwert für Ihr Geld und die rationalste Entscheidung, die Sie in Ihrem verbleibenden Leben noch treffen können. Die Sorgen um Ihr soziales Ansehen, modische Erscheinung und wettergerechte Kleidung sind Sie
  5. auch los.
  6. Sorgen um die Entfaltung Ihres freien Willens? Ach kommen Sie, haben Sie doch noch nie gehabt.
  7. Nein, Sie Manövrierkehricht, haben Sie nicht.

Wollen Sie nicht? Dann buchen Sie wenigstens the missing link als Werbeagentur; jede Gelegenheit im Leben kann die letzte sein.

Nähen Sie sich doch einen Knopf an die Backe!

Wer professioneller Texter ist, muss jeden Tag mit zwei Feinden kämpfen. Der eine ist der elendige Schweinepriester in der eigenen Brust, der dem Textmenschen einflüstert:

Schreib stilistisch elegant, so wirst du berühmt und reich!

(Totaler Schwachsinn, er muss per Auftrag nicht sich, sondern den Kunden berühmt und reich machen –  und das wird nichts mit ziselierten, verschraubten Texten…)

Der andere Feind ist der Anspruch manches Kunden an ihn, der ein ungleich einfacherer und klarerer ist im Vergleich zum ersten:

Schreib nicht so viel rum und machs pfiffig und billig. Tempus fugit!

Dabei fällt gar nicht mehr auf  – wenn zwei streiten, freut sich der Dritte… –  dass sich draußen in der Werbe- und Kommunikationswelt etwas entschieden geändert hat: Der Profi hat nicht mehr den Nutzen zu betexten, sondern soll mit dem Text die Wirkung herausarbeiten. Nutzen gegen Wirkung ist so ungefähr, als ob man man ein klappriges Rad gegen einen Aston Martin hinstellt.

Es ist sehr klug, sich auf die Wirkung zu konzentrieren, denn der Verbraucher tut das selbst bereits seit ungefähr 50 Jahren und wundert sich seitdem, dass ihm das niemand erzählt, was er hören will. Er will nicht hören: Das oder das kannst du damit machen. Er will hören, was er damit erreichen kann. Können tut er nämlich viel, auch sich einen Knopf an die Backe nähen. Das zum gläubig immer noch verbreiteten "Vorteils" des Nutzen-Erzählens.

Zeitgleich wächst verständlicherweise die Zahl der Kunden, die selber schreiben wollen. In Word, d e t t e a l l e r D r u c k v o r s t u f e n ^ ^, oder gleich auf CMS-basierten Webseiten.

Ihr Feind in ihrer Brust flüstert:

Schreib stilistisch elegant…

Und sie haben was? Die Wirkung vergessen.
Ihrer Ware, die geliebt und gekauft werden soll.

Und so tut sich eine klaffende Lücke auf. Zwischen dem, dass es heute jedem Unternehmer technisch möglich ist, öffentlich selber zu publizieren und seine eigenen Werbemittel zu texten. Und zwischen den gleichzeitig immer höheren Anforderungen in einem schärfer werdenden Wettbewerb im Internet, der den sofort mit Umsatzminus abstraft, der es nicht hinkriegt, auf den Punkt zu kommen und die Wirkung herauszuarbeiten.

Viva CMS? Unter diesem Aspekt wohl kaum.

Ich will keine iPod- oder iPhone Vollversion

Und jetzt schleichts euch!

Sehr geehrte Frau Gräbel,

Apple hat mit dem iPod und dem iPhone zwei
Kultgeräte auf den Markt gebracht, die vieles vereinfachen aber auch Fragen
aufwerfen. Zu den dringlichsten dürfte gehören: "Wie bekomme ich meine Videos
auf mein Gerät?". Wir von iCherry (www.icherry.de) haben es uns zur Aufgabe
gemacht, Nutzern von iPhone und iPod mit den bestmöglichen Videokonvertern zu
fairen Preisen zu versorgen.

In der Presse sind unsere Produkte
bereits mehrfach positiv erwähnt worden:

– Chip 04/08 vom 7.03.08
– PC
Welt, http://www.pcwelt.de/start/mobility_handy_pda/iphone/news/126364/

Macup, http://www.macup.com/news/talk/icherry_fuer_iphone_und_ipod/

ZDNET, http://www.zdnet.de/news/software/0,39023144,39159249,00.htm

Um
den Alltagstest zu bestehen, soll die Software nun von ausgewählten Bloggern
getestet werden.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen Folgendes
anbieten: Sie bekommen von uns eine kostenlose Vollversion nach Wahl. Im
Gegenzug erwarten wir, dass Sie über iCherry unabhängig auf www.the-missinglink.de berichten, und
Ihre ehrliche Meinung zu unserem Produkt kundtun. Nur mit ehrlichem Feedback
können wir iCherry noch besser machen.

Sollten Sie Interesse daran
haben, iCherry auf Herz und Nieren zu testen, kontaktieren Sie uns doch bitte
einfach per Email: mxxxxxx.mxxxxx@fairclick.de

Falls
Sie keine weiteren Emails von uns wünschen, lassen Sie es uns bitte kurz
wissen. Dann erhalten Sie zukünftig keine weiteren Emails von uns.

Mit
freundlichen Grüßen,

Mike Malling  [Name von unserer Blog-Red. geändert, ansonsten alles authentisch]

Ich werde nicht unsere Website (und auch nicht unser Blog) als Koofmich verwenden. Alles klar?

Der Grund, wenn sich jemand meine harsche Reaktion nicht erklären kann, in aller Freundschaft: Es ist definitiv niemandem möglich, neutral zu berichten, wenn er etwas dazu geschenkt bekommen hat. Es greift immer, und ich sage immer, das heimliche Gefühl der Verpflichtung (angewandte Werbepsychologie), mit dem Effekt, dass man nicht frei ist von Hintergedanken. So bekommt man keine neutrale Bewertung. Und die Werber von www. fairclick.de und ihr SPAM-Kumpel wissen das.

Falls Sie keine weiteren Emails von uns wünschen, lassen Sie es uns bitte kurz
wissen. Dann erhalten Sie zukünftig keine weiteren Emails von uns.

Dieser Satz klingt riesig nett, ist es aber nicht. Es ist strafbarer SPAM, da hilft dieser Satz nachträglich nichts. Es ist unleugenbar SPAM, unaufgefordert (ohne irgendein opt-in) E-Mails aus kommerziellen Zwecken zu verschicken. Und zwar an jeden, auch an einen Blogger. Ein Blogger ist kein Freiwild für Kommerz. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Die Kunst der Verhandlungsführung

(Kleine Satire, die leider zufällig im real life stattfand):

Mir ist in der Anfragephase neulich ein neuer Kundentypus unterlaufen.
Er sagt – sehr auffällig nebenläufig in Nebensätzen – nach vielen
Erläuterungen und Abschweifungen über sein Geschäft im allgemeinen (man
hört ja gern zu, das Geschäftsfeld Overseas ist zudem wirklich hochinteressant und überschneidet sich sogar mit persönlichen Lieblingsthemen. Und könnte ja eine größere
konzeptionelle Sache sein) irgendwo reinverpackt  in die Timeline von insgesamt 4 Stunden Beratungsaufwand (Inkl. E-Mail und Tralala)  6 Dinge:

1. eine Sache nicht: Nämlich wie denn das konkrete Vorhaben lautet (auf
konkrete Fragen kam kaum eine Reaktion, was nu) aber ganz wichtig:

2. "Wir haben auch andere Werbeagenturen angefragt."

3. Dann kam: "Wir haben die Firma neu positioniert und brauchen aber nur ein Template. Und dann etwas Unterlagen, aber ganz einfache."

4. Dann der Klopper: "Können wir von Ihnen schon Arbeiten dafür kostenlos sehen?"

5. Auf den umfassenden Hinweis, dass es ein eigens angefertigtes Template nicht
umsonst geben kann, kommt das Versenden
eines fast fertigen, von ihnen selbstgemachten PSD-Templates an mich
mit der Aufforderung "Beweisen Sie uns doch ihre grafische Leistung".

6. Von uns dann die ausführliche Erklärung und Begründung, dass eine Websitekonzeption leicht anders als
ausgerechnet mit dem grafischen Frontend beginnt, darauf die Replik des Kunden: "Wollen Sie uns jetzt auch noch SEO und Text verkaufen? Da haben wir schon jemanden!"

7. Wir betonen, dass deutlich sichtbar noch niemand SEO, Keyword-Strategie und Text gemacht hat, uns egal sei, wer das macht,  es aber mit der Grafik halt einfach zu früh sei und so mit Grafik noch nicht anfangen können.

Nur ein informierter Kunde ist ein guter Kunde. Wenn ein Kunde nicht informiert werden will, sind die Hände gebunden und der Zeitaufwand war für die Katz’.

Für solche Kunden, die mir einige Stunden meiner Lebenszeit kosten,
hätte ich einfach gern ein Tool, das ihnen sagt, dass ein Template das
und das von bis kostet.

Entwicklung

In Foren werde ich immer mehr zum stummen Mitleser. Vor einem Jahr noch habe ich mich gern an spannenden Threads beteiligt. Ich debattiere gern und suchte den Austausch zu interessanten Leuten.

Mittlerweile bin ich silent reader und das letzte Forum wird von mir ab heute auch nur noch stumm heimgesucht, wenn überhaupt. Befreundete Blogs besuche ich immer sporadischer. Fremde und Blogs, auf denen sich gefetzt wird, noch sporadischer. Eine Freundin hingegen debattiert immer eifriger und verbringt viel ihrer Zeit auf Hagalil.

Eine gewisse Debattiermüdigkeit schleicht sich bei mir ein. Irgendetwas mit diesen Menschen und ihre Art zu argumentieren wiederholt sich fatal, ich kann es noch nicht genau benennen. Es löst Langeweile bei mir aus. Ich bin wohl ein gelangweilter Snob geworden.

Aber das ist es nicht allein: Manchmal möchte ich sogar den Rechner für immer ausschalten und wieder auf Papier arbeiten.

“Das bisschen Wirkung muss man doch auch günstig kriegen können…”

???

Wirkung hat ihren Preis. In jeder Branche, so auch in der Kommunikation. Botox kostet mehr als Nivea. Weil es wirkt.

Wer es mit Strategie/Kommunikation/Design für seinen Auftraggeber schafft, dass neue Kunden oder Investoren gewonnen werden, wer es schafft, dass dessen Image aufblüht, oder dass dieser endlich von seinen Zielgruppen gefunden wird, darf: fair bezahlt werden. Ganz sicher!

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Mir begegnen viele Sprüche am Tag, die Besten stelle ich Ihnen vor.
Mehr aus meinem Archiv "Spruch des Tages" in Kürze.

Was kann Suchmaschinenoptimierung…

Im Jahr 1999 hat es gereicht, einfach eine interessante Homepage zu haben, aber das Internet wird immer größer. Nur der, der es versteht, mit SEO auf die ersten Plätze im Suchergebnis zu kommen und rasch und unkompliziert gefunden zu werden, wird bekannt und macht die Geschäfte – in München oder anderswo. Alle Mittel und Methoden, von den Suchmaschinen ganz vorne gefunden zu werden, werden Suchmaschinenoptimierung oder SEO genannt. Vordere Plätze auf den ersten Suchseiten (SERPs) sind begehrt. Und oft teuer, weil man sie notfalls kaufen muss.

Hier setzt professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) an. SEO ist kein Magierwissen, wie es rein mit Techniktricks arbeitende SEO-Master hinstellen, aber es verlangt profunde Kenntnis, wie das Internet tickt, wie die Suchenden im Internet ticken; verlangt validen Code, verlangt SEO-Tools für Analysen, strategische Denkarbeit, Zeit, Fleiß, relevante Backlinks von anderen auf Ihre Site zu kriegen. Aber am wichtigsten: Das SEO-Geheimnis sind ganz einfach gute Texte. Google tickt nur so.

Viel guter Text. Unter gut versteht das Internet jedoch nicht: blumig,"pfiffig" und "flotte Schreibe", wie wir es aus den Printmedien kennen. Sondern es versteht unter gutem Text einen, der ohne psychiatrisch zu wirken viele klare, trockene, konkrete, nützliche Begriffe, Keywords hat, nach denen wirklich gesucht wird (durch SEO-Analyse-Tools ermittelt und strategisch gewichtet). Und der es gleichzeitig versteht, den nur kurz aufmerksamen Leser seriös zu fesseln oder Kaufabsichten zu wecken. Gar nicht so leicht, so zu schreiben (die meisten Amateur-CMS-Sites kriegen es nicht hin). Wir bieten Ihnen Text-SEO an.

… und wer braucht SEO wirklich:

Jeder, der seinen Markenaufbau, seine Wertschöpfung oder seinen Vertrieb stark oder ausschließlich im Internet betreibt. Ob regional in München oder überregional oder international. Er wird nur mit professionellem SEO, manchmal nur mit zusätzlichem Online-Marketing und weiterem Medieneinsatz offline Erfolg haben.

Und wer braucht kein SEO? Wer seine Website nur als Pflicht-Visitenkarte betrachtet und sich vor Kunden nicht retten kann.

Kostenlos & unverbindlich eine SEO-Analyse und einen konkreten Lösungsansatz anfordern: v.graebel@the-missinglink.de