Ein Tag im Englischen Garten

Wir waren – obwohl seit 2000 in München – winters noch nie im Englischen Garten. Weil man da sich nicht richtig hinlegen kann an den Eisbach und einem die Trommler irgendwie fehlen. Doch am letzten Sonntag war die Agentur, zuvor ordentlich gefrühstückt mit der Agenturkatze und im Strickwestendesign auf sie abgestimmt:

100_0335

Zartes Beige, klare Zacken und Streifen.

Und was sehen wir im Englischen Garten? Nackige. Das hätten wir uns denken können.

100_0341

Da tut sich ein kleiner Schnee-Snoopie schwer. Wir haben ihn mit einem Klick unsterblich gemacht

100_0343

Such’s Stöckla!!

Making_of_katzenbuckel_1

Wiewohl ich doch gar kein Hund nicht oder Wolf oder gar sein Web-Gevatter bin (danke, danke an alle Gewolften), sondern solch Treiben eher mit schrägen Augen verfolge. Also gebuckelt. Ungläubig. Dass es das noch gibt, Stöckchen.

10 nutzloseste Dinge aufzuzählen, die ich super kann? Gern geschehen. Das geht natürlich überhaupt nicht.

NICHT AUF DIESEM BLOG!

.

.

.

ÄCHT NICHT!!!!

Virtuelle Selbstentleibungen gegenüber potenziell mitlesenden KMU-Kunden. Die verstehen unner Werber- und Nistgermanen-Zoich eh kaum. Was nicht zuckriger rosa Erbauungs-Büro-Powerpoint-Spam, Männer-sind-und-Frauen-sind-E-Mail Witzischkeiten, Schraubenmaße und Steuertipps und -Tricks betrifft, ist nicht von dieser Welt, meine lieben Designblogger und wärd net glesen, I know, weil ich in beiden Welten zuhause, frage nicht. Ein Grenzgänger quasi zwischen den Welten des Stechpalmen-Büro-Mainstream und denen des Vernissagen-Geschwafels. Und vor diebisch lauernden Konkurrenten aus der Werbung und dem Design, die hier zwar spärlich, aber doch widerwärtig hartnäckig aufschlagen??? Jedenfalls hartnäckiger als das Schrauben-KMU. Näch. Nix da.

.

.

.

Nein!!

.

.

.

Wer aber von den Spannern geneigten Lesern nicht lassen kann, von meinen 10  "uselful as a chocolate teapot" Höllen-Begabungen zu hören, muss sich dazu in Wolfes Höhle begeben. Da schreib ich das dann rein.


Gucken. Ein bisschen Gefahr muss sein, wenn man rumspannt, habt ihr gehört?! Der Chinesische Staatsminister für Verkehrsangelegenheiten Um Lei Tung has spoken. Da stehts denn.

Tschaui.

Was Youtube verschweigt: Die heimlichen Hits

Dieser Eintrag wird unregelmäßig, aber sorgfältig aktualisiert.
Zuletzt am 27. Januar 2007.

Poesie ist Leben,
Prosa ist der Tod,
Engelein umschweben
Unser täglich Brot.

Friederike Kempner, 1836–1904

the missing link, Ihre Lieblingsagentur für Arbeitsplatzbeschallung und sinnvolle Möblierung eines iPods, hat es schon 2005 gewusst, was für ein Klassiker die Corporate Anthem von Westaflex in Wirklichkeit ist. Bis heute prostituieren sich die wahren Schätze nicht auf Mädchenvergnügungen wie Youtube, sondern gedulden sich in den Tiefen der Intranets, bis einer kommt, guckt, horcht und hebt.

Was nur die todesmutigsten Unternehmen da hineinstellen, kann nur mit einem künstlerischen Idealismus erklärt werden, gegen den Dieter Bohlen, der Altmeister der Selbstparodie, abstinkt wie ein schlesischer Schwan. Werbung, wenn sie schon keinen unmittelbaren Abverkauf rockt, hat wenigstens Aufmerksamkeitswerte zu schaffen, und wenn schon, dann ohne Rücksicht auf irgendeinen Imageschaden.

Sitzen Sie gut? Recht so, aber getten Sie trotzdem ready to rock. – Nach guter teutscher Weyse in alphabetischer Order:

Air Berlin

Allianz:
We Can Change The World: Video
We Can Change The World: .mp3
We Are The Number One (sehr rockig!)
We Are The Number One

asi

Bosch Car Service

Brainworxx

C & A (Vintage)

Cassandra Tattoo (Hot Hit!)

Con Dental

David Communication

Deutsche Post World Net

DHL Packstation

Edeka

evb

Feistererhof

Fendt

GlaxoSmithKline (Flash-Film mit Sound anwerfen)

GLS

Henkel (acht Minuten Film und beim Grande Finale nicht so verklemmt mit dem Hintern auf dem Bürosessel kleben bleiben, wenn ich bitten darf!)

Hitachi (Der Versuch einer gesungenen Gebrauchsanweisung als Flash-Film)

Kaisers Tengelmann (Download mit Text zum Mitsingen)

Kaufland-Mitarbeiter-Motivations-Song

Köbberling (Lieblingsliedpotential, vor allem für alte FDJ-Recken!)

KPMG

Nod32 (Woke up this morning and really got the Blues)

nVidia

Philips

Poco Einrichtungsmärkte (Der volle Jakob muss irgendwo auf poco.de liegen.)

Praktikhaus (auch unter Der Eigene Bauherr)

Welt aus Glas

Nicht ganz nahtlos fügt sich da die Hewlett-Packard-Moritat hinein, mit deren Hilfe ein Mitarbeiter einst sein Projekt erfolgreich verteidigte. Aber die Augen werden einem davon genauso feucht.

Nur die Kollegen, die gelernt haben, was in ist, nur nicht, was Selbstironie von einer Betriebsfeier unterscheidet, trauen sich dann doch auf Youtube. Quo vadis, Songwriting?

Very special thanks an damocles.de, das agrargeographische Lifestylemag!

Was man nebenher so macht

Zum Beispiel Schönheiten mit langen blonden Beinen fotografieren.

Bananen_the_missinglink_1

Der Wolf hat angemeldet, die Models anschließend zu vernaschen.

Um zu sehen  – 10 Stunden später  – wie rasch die Schönen sich zu ihrem äußeren Nachteil verändern (auch ohne die Mitwirkung der Krall-Kampfkatze, die aufpasst, was denn an Fototechnik aufgebaut wird, um den Aufbau zu umschleichen und anzugreifen)

100_0326_2

100_0328_1

Wir, der Wolf eigentlich, hoffen jetzt auf die inneren Werte.

Anmerkungen des –  EDITH 24.01.07 weg: […] EDITH 24.01.07 hin: [absolut begeistert, echt jetzt ("Ich bin begeistert und verbitte mir jede Begründung!")] – angeheirateten textlichen Gute-Worte-Wolfs: "… au ja, als Nächstes modernes Food-Styling im Lichte der Alterungserscheinungen am Beispiel eines bayerischen Krustenbratens mit Knödeln!!" habe ich überhört. Aus dem sprach der blanke Unverstand: dem bürohockerden, 1,96 langen leptosom-bajuwarischen Mannsbild. Hey, ewig-hungriger Meister des Wortes, das ist für unseren Ernährungsberaterkunden, nicht zur Kräftigung für deine virtuellen Mammutjagden.

Fans: Der Preis des Ruhms

Die Lyrik laienhafter Formulierung kehrt dahin zurück, wo sie hergekommen ist: in die Musik. Was sich 1982 noch reichlich professoral anließ, kann sich heutzutage auf praktisch allen Straßen der Welt blicken lassen.

Wobei sich einmal mehr abzeichnet, dass Deutsch in gebundener Rede weniger verheerend wirkt als in frei flottierender Prosa. Weder Beschwerdechöre noch Joseph Beuys waren je mit Fans inkommodiert, nur für Tokio talking walking birth control Hotel sind sie der Preis der Taschengelderhöhung.

Dann nach dem ganzen Bloggerzeugs doch lieber schreiben, was andere unterschreiben; gebrieft wird ja immer.